Eschweiler: Hart am Wind den Blausteinsee erobert

Eschweiler: Hart am Wind den Blausteinsee erobert

Die Segel sind gehisst, die Schwimmwesten übergezogen und die Boote zu Wasser gelassen. Und auch die Besatzung steht schon bereit, um endlich ablegen zu können. Kurz darauf, pünktlich um zehn Uhr, fällt dann das lang erwartete Startsignal, und der Segeltörn kann beginnen.

Hier ist etwa nicht die Rede von ein paar lausigen Seebären, die am frühen Samstagmorgen auf dem Blausteinsee umhertuckerten und die Landschaft genossen, sondern von den 13 Jungen und Mädchen, die hoch motiviert und voller Tatendrang zum alljährlichen Berschkeit-Pokal antraten und um den heiß begehrten Sieg kämpften.

Veranstaltet von der Jugendabteilung „Sailkids” des Segelklubs Eschweiler-See (SKES), waren wieder einmal viele junge Matrosen aus ganz Nordrhein-Westfalen zu Gast, um gemeinsam mit den kleinen Eschweiler Seglern den Blausteinsee zu erobern.

„Insgesamt fahren die Kinder am ersten Wettkampftag vier bis fünf Rennen und dann am zweiten noch einmal zwei bis drei”, erläuterte Wolfgang Peeters, Regatta- und Jugendleiter des SKES, den Ablauf des Berschkeit-Pokals, der zur Erinnerung an den früheren indestädtischen Bürgermeister und Mitbegründer des Blausteinsees als Freizeitgelände, Erich Berschkeit, ausgerichtet wird.

Klar, dass bei diesem straffen Programm - die Nachwuchs-Segler mussten über zwei Tage verteilt sieben Fahrten bestreiten - auch jede Menge Durchhaltevermögen und Geschicklichkeit gefragt waren; zumal der Wind einem am Samstag ganz schön um die Ohren blies. „Heute haben wir eine Windstärke von vier bis fünf, so dass die meisten Teilnehmer in jedem Fall Spitzengeschwindigkeiten erreichen werden”, betonte Wolfgang Peeters, wie spannend die Regatta für seine Schützlinge, zugleich aber auch vor allem für die Anfänger anstrengend sei. Dennoch zeigten sich die jungen Wassersportler durchweg von ihrer besten Seite; schließlich diene das Turnier ebenfalls zur Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften in Essen am kommenden Woche, wie Wolfgang Peeters erklärte.

Und Sieger kann bekanntlich immer nur einer werden. So ließ Marc Woitschöll all seine Konkurrenten hinter sich und nahm stolz den Pokal entgegen. Über einen hervorragenden zweiten Platz freute sich Alexander Lauffs, dicht gefolgt von Jill Paland.

Keiner der jungen Segler musste jedoch leer ausgehen: Für alle gab es am Ende Urkunden und tolle Sachpreise - diese werden die Segler dann wohl hoffentlich auch von der Deutschen Meisterschaft mit nach Eschweiler bringen.