Eschweiler: Hallenfußball-Stadtmeisterschaft: Berger Preuß holt auch diesmal den Pott

Eschweiler : Hallenfußball-Stadtmeisterschaft: Berger Preuß holt auch diesmal den Pott

Offensive gewinnt Spiele, Verteidigung gewinnt Titel! Diesem Motiv folgend, verteidigten die Kicker des SC Berger Preuß am Sonntagabend ihren Titel bei der 28. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft. Im Finale behielt der A-Ligist im Duell mit seinem Ligarivalen SV St. Jöris mit 7:6 nach Neunmeterschießen die Oberhand.

Nach den regulären 2x10 Minuten hatte es 1:1 gestanden. Den gemeinsamen dritten Platz belegten Fortuna Weisweiler und der im gesamten Turnierverlauf überzeugende B-Ligist SCB Laurenzberg, der im Halbfinale gegen St. Jöris denkbar knapp mit 2:3 unterlag. Der als Favorit gehandelte Feldfußball-Stadtmeister Fortuna Weisweiler scheiterte in der zweiten Vorschlussrundenbegegnung an der taktischen Disziplin des späteren Turniersiegers, der Dank eines 3:1-Erfolges, den Gerrit Gobbele und Mounir El Aichti per Doppelpack herausschossen, in das Finale einzog.

Individuelle Sieger: Torhüter Sascha Ellinger (2. v. r.), Torschützenkönig Kevin Meisen (3. v. r.) und Jubiläumstorschütze Mounir El Aichti (3. v. l.). Es fehlt Christian Bittins, der genau wie Kevin Mesien sechs Tore im Turnierverlauf erzielte. Foto: Andreas Röchter

Dieses war von Beginn an von Taktik geprägt. Beide Mannschaften belauerten sich und versuchten vor allem, Fehler zu vermeiden. In der achten Spielminute brach schließlich Mounir El Aichti für den SC Berger Preuß den Bann, als er vom linken Flügel aus abzog und den Ball in den rechten Torwinkel drosch. Nach dem Seitenwechsel rannte der SV St. Jöris an, die Berger Preußen boten jedoch kaum eine Lücke im Abwehrriegel an. Und kam doch hier und da ein Ball durch, war Torhüter Bastian Reuter zur Stelle. Bis zur 19. und vorletzten Minute: Dann vertändelte ausgerechnet der bis dahin tadellos agierende Schlussmann den Ball. Christian Bittins war für den SV St. Jöris zur Stelle, um zum 1:1 auszugleichen. Kurz darauf besiegelte die Schlusssirene das erste Unentschieden des gesamten Männerturniers.

Nach harten Kampf setzten sich die Frauen des SCB Laurenzberg gegen Falke Bergrath durch und sicherten sich den Stadtmeistertitel. Auch bei den Männern ging es zur Sache, doch nahezu immer fair, wie die Duelle aus den Partien SV St. Jöris gegen den SCB Laurenzberg (Mitte) sowie SC Berger Preuß gegen Ausrichter Sportfreunde Hehlrath (rechts) beispielhaft zeigen. Foto: Andreas Röchter

Zum dritten Mal in Folge entschied also ein Neunmeterschießen das Endspiel der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft. 16 Strafstöße waren nötig, um den Turniersieger zu bestimmen. Nach jeweils fünf Schützen lautete der Zwischenstand 4:4. Christian Bittins verwandelte zum 5:4 für St. Jöris. Mounir El Aichti glich aus. Dann entschärfte Bastian Reuter den Schuss von Kevin Gulba und verschaffte seinen Berger Preußen einen Matchball. Doch St. Jöris-Keeper Sascha Ellinger hielt den Strafstoß von Paskal Reddig. Es blieb spannend. Dann trat Maik Engelhardt für St. Jöris an und jagte den Ball an die Unterkante der Latte. Gerrit Gobbele ließ sich nicht zweimal bitten und brachte die Titelverteidigung für die Berger Preußen unter Dach und Fach.

kick. Foto: Andreas Röchter

Ein Happy-End, das am frühen Samstagnachmittag wohl kaum jemand für möglich gehalten hätte. Doch nach der 1:4-Auftaktniederlage gegen Laurenzberg steigerte sich die am Wochenende von Imad Laadim betreute Mannschaft kontinuierlich. Vier Siege mit nur zwei Gegentoren ebneten den Weg in das Finale.

kick. Foto: Andreas Röchter

Das Duell der Frauenteams

Der erste Titel der 28. Hallenfußball-Stadtmeisterschaften ging bereits am Samstag an den SCB Laurenzberg. Die Frauen der Schwarz-Gelben hatten im Duell der Bezirksligisten gegen den SV Falke Bergrath nach abwechslungsreichen und durchaus nervenaufreibenden 30 Minuten plus Neunmeterschießen mit 8:6 die Nase vorne und nahmen den Siegerpokal aus den Händen von Sparkassen-Gebietsdirektor Klaus Wohnaut entgegen.

Als ständiges Auf und Ab lässt sich die Partie der beiden einzigen indestädtischen Frauen-Mannschaften beschreiben: In der vierten Minute eröffnete die SCB-lerin Banu Bozkurt mit einem satten Schuss den Torreigen, postwendend glich Anja Schmidt nach schöner Kombination für die Falken aus. Keine 120 Sekunden später lag Laurenzberg nach Treffern von Nora Berisha und Vanessa Krings aber mit 3:1 vorne. Das letzte Drittel der ersten Halbzeit gehörte dann den Bergratherinnen.

Denise Frings verkürzte in der zehnten Minute in Überzahl auf 2:3, bevor Britta Telschow mit einem fulminanten Schuss aus spitzem Winkel in das lange obere Toreck für das Tor des Tages und den 3:3-Ausgleich sorgte. Damit nicht genug: Noch vor dem Pausensignal erzielte Carina Schieren die 4:3-Halbzeitführung für Bergrath, die die gleiche Spielerin kurz nach dem Seitenwechsel auf 5:3 ausbaute. Doch die SCB-lerinnen waren weit davon entfernt, die Flinte ins Korn zu werfen. Banu Bozkurt und Jennifer Hamdorf brachten ihre Mannschaft bis zur 25. Minute wieder auf Augenhöhe. Der nächste Treffer hätte entscheidend sein können, doch beide Teams agierten nun aufmerksam in der Defensive, so dass es bis zum Abpfiff beim 5:5 blieb.

Das Neunmeterschießen musste die Entscheidung bringen: Während auf Laurenzberger Seite Nora Berisha, Banu Bozkurt und Anne Leah Körner sicher verwandelten und Torhüterin Laura Söte zwei Strafstöße der Falken entschärfte (ein weiterer Versuch ging über das Tor), traf für Bergrath lediglich Anja Schmidt.

Das 8:6 für den SCB Laurenzberg war perfekt.

(ran)
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