Eschweiler: Glamouröse Zeitreise in die Siebziger: Der zweite Tag des EMF

Eschweiler : Glamouröse Zeitreise in die Siebziger: Der zweite Tag des EMF

Da stand ja wohl die geballte 70er-Jahre-Power auf der EMF-Bühne. Als Abba Review am Freitagabend mit Waterloo auf die EMF-Bühne stürmte, fühlte sich das Publikum augenblicklich in das bunte Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts versetzt: in die glamouröse Welt der 70er-Jahre. EMF-Moderator Robert Esser hatte nicht zu viel versprochen.

Die Sänger und Musiker legten am zweiten Tag des Eschweiler Musik Festivals einen energiegeladenen Auftritt hin, der jeden geradezu ins Abba-Fieber versetzte. Da stimmten nicht nur die ausgesuchten Songs, sondern auch die heißen Outfits von „Agnetha“ und „Anna-Frid“, ebenso wie die Anzüge mit Schlaghosen und Plateauschuhen von „Benny“ und „Björn“. Abba Review wusste mit Ohrwürmern wie Mamma Mia, SOS, Knowing Me, Knowing You, Fernando, The Winner Takes It All, Gimme, Gimme, Supertrouper, Take A Chance und schließlich mit Dancing Queen zu überzeugen. Die Fans sangen die Welthits der einst so erfolgreichen Band immer wieder lautstark und textsicher mit.

Sarifa von Lawrence und Norbert Schmitz der Formation Chain of Fools heizten zu Beginn ein(oben links). Der Markt füllte sich zusehends, als Abba Review (oben rechts) und die Saragossa Band (unten) loslegten. Foto: I. Röhseler

Mit Thank You For The Music verabschiedete sich Abba Review, um der legendären Saragossa Band die Bühne zu überlassen. Und die zeigte eine Bühnenpräsenz, die man kaum beschreiben kann. Mit Hits wie Ginger Red und Gassenhauern wie Beautiful Sunday, Big Bam Boo, Rasta Man zauberten sie Rasta, Soul und Samba auf den Marktplatz.

BU. Foto: I. Röhseler

Am Ende durften natürlich auch die Hits Agadou und Zabadak nicht fehlen. Die Saragossas katapultierten das begeisterte Publikum zurück in die 70er-Jahre. Die deutsche Pop-Band aus München war von Ende der 1970er bis etwa Mitte der 1980er Jahre eine der erfolgreichsten und meistbeschäftigten professionellen Party-Bands Deutschlands. Sie tritt heute noch mit vielen Konzerten auf. Bekannt wurde die Gruppe ab 1977, als sie Big Bamboo herausbrachten. Rasta Man und Zabadak folgten, zwei Songs mit relativ wenig Text, die es in die Top Ten der deutschen Charts schafften.

BU. Foto: I. Röhseler

Die Aufwärmrunde vor dem Abba Review-Konzert und der Party mit der Saragoss Band bestritt die Eschweiler Band Chain of Fools. Mit einer gelungenen Mischung aus Rock und Soul überzeugte die Band beim ersten Auftritt in neuer Formation. Mit Songs wie u.a. Musting Sally, In The Midnight Hour, Nutbush City Limits und Chain of Fools stimmten die Musiker und Sänger die Fans auf die 70er-Jahre-Party ein.

„Das war ein schöner Abend resümierten viele EMF-Besucher, die sich anschließend zur Kneipenrallye aufmachten. Das Geheimnis des seit über zwei Jahrzehnten währenden EMF-Erfolges liegt wohl in der guten Balance der musikalischen Zutaten. Dafür hat der EMF-Veranstalter Max Krieger ein Händchen. Heute Abend gehts weiter mit der phantastischen Anastasia. Morgen kommt Status Quo.

(irmi)
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