Eschweiler: Gesundheit: Da geht´s lang, in sechs Sprachen

Eschweiler: Gesundheit: Da geht´s lang, in sechs Sprachen

Herausgeber des neu erschienenen Gesundheitswegweiser ist die Arbeitsgruppe „Gesundheit und Soziales” im Rahmen des Integrationsprojektes der Stadt.

„Bereits seit 2005 bemühen wir uns intensiv, Integration vor Ort mit Leben zu füllen”, blickt Rudi Bertram auf seinen Fachmann für das Thema, Jürgen Rombach. Der Integrationsbeauftragte der Stadt betont, dass die Vernetzung vieler Einrichtungen und Gruppen mit städtischen Stellen zum Erfolg des bunten Zusammenlebens an der Inde beitrage. „103 Nationen leben in Eschweiler”, nennt Rombach Fakten. „Türkisch ist nach Eischwiele Platt die wohl meist gesprochene Sprache in unserer Stadt”, fügt er schmunzelnd hinzu.

Und so ist es kein Wunder, dass auch ein in türkischer Sprache verfasstes Kapitel im neuen Gesundheitsratgeber vertreten ist. Daneben warten Ausführungen in Deutsch, Französisch, Englisch, Arabisch und Russisch darauf, den Menschen Durchblick im Gesundheitsdschungel zu verschaffen. Wie ist die Krankenversicherung in das System der Sozialversicherung eingebettet? Wer ist freiwillig versichert und wer ist pflichtversichert? Was sind die Leistungen aus der Krankenversicherung? Diese und viele weitere Fragen werden anschaulich präsentiert.

Geholfen, das Projekt umzusetzen, haben eine stattliche Anzahl an Menschen. Vertreter von sozialen Einrichtungen waren ebenso involviert wie solche von Parteien, der Polizei, vom Integrationsrat, dem Gesundheitsamt und der Stadtverwaltung. Als kompetenten Partner und finanziellen Unterstützer konnte die Arbeitsgruppe die Betriebskrankenkasse (BKK) „Anker-Lynen Plus” gewinnen.

Mit einer Auflage von 2000 Stück liegt der kostenlose Gesundheitswegweiser im Rathaus und im St.-Antonius-Hospital, bei Ärzten, Apotheken und in den Schulen aus. In Kürze soll eine Online-Version auf der Stadt-Homepage http://www.eschweiler.de abrufbar sein.

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