Eschweiler: Gesundes für die kleinen Tiger

Eschweiler: Gesundes für die kleinen Tiger

Frisch geröstetes Vollkornbrot, Butter, Milch, Weintrauben, Müsli, Joghurt - der Tisch steht voll mit lauter leckeren Sachen. Es ist Frühstückszeit im Familienzentrum Jahnstraße. Und die Kinder greifen gerne zu. „Tigerfrühstück” nennen die Mitarbeiterinnen des Familienzentrums die Frühstückszeremonie, die es seit 2008 jeden Mittwochmorgen gibt.

Die kleinen Tiger benehmen sich allerdings nicht wie Raubkatzen, sondern sehr gesittet. Gute Tischmanieren gehören hier beim Frühstück dazu. Niemand häuft sich den Teller voll, um anschließend Essen wegzuwerfen, und die Wurstscheiben werden sorgsam mit der Gabel auf den Teller bugsiert.

In dieser Woche gab es Besuch beim Tigerfrühstück. Nicht nur die Mitarbeiterinnen der als Familienzentrum zertifizierten Kindertagesstätte leisteten den Mädchen und Jungen Gesellschaft, es waren auch einige der Sponsoren gekommen, die das wöchentliche Frühstück ermöglichen, sowie Peter Toporowski vom Vorstand des Fördervereins. Denn ohne Förderverein und die Sponsoren würde es die Aktion Tigerfrühstück nicht geben, versicherte Vera Joussen, Leiterin des städtischen Kindergartenträgers BKJ. Sie bedankte sich für die jahrelange Unterstützung und die Arbeit des „hoch motivierten Teams” der Einrichtung.

Das Familienzentrum Jahnstraße hat für Kindergartenkinder zwei Regelgruppen und zwei integrativen Tagesstättengruppen mit 80 Plätzen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter widmen sich besonders der Integration von Kindern mit erhöhtem Förderbedarf und Integration von Kindern aus Familien, die aus anderen Ländern nach Eschweiler gekommen sind. Auch Sprachförderung und Motorikförderung stehen im Profil der Einrichtung.

Leiterin Sigrid Greven: „Viele Kinder hier kommen aus Familien, die von Transferleistungen leben. Am Beginn eines Kindergartenjahres sehen wir oft, dass es Kinder gibt, die solche Lebensmittel wie hier gar nicht kennen.” Und manche Kinder sind gegen Monatsende beim Frühstück besonders hungrig. Der Logopäde Thomas Niemann, einer der Sponsoren, würdigt den Einsatz des Fördervereins und lobt das „klasse Projekt”, das anfangs auch von einer Krankenkasse gefördert worden war: „Hier wird Kommunikation gelebt”. Und Sponsorin Gretel Germann hat direkt eine Spende mitgebracht - damit die Kinder weiterhin einmal in der Woche so ausgiebig und gesund frühstücken können.