Eschweiler: Gesellschaft kann Blausteinsee-Areal für Ferienhäuser vermarkten

Eschweiler: Gesellschaft kann Blausteinsee-Areal für Ferienhäuser vermarkten

Der Weg für Ferienhäuser am Blausteinsee ist frei. Die Mehrheit der Ratspolitiker stimmte zu, den Bebauungsplan zu ändern, damit die Blausteinsee-GmbH die Grundstücke für die kleineren Appartments getrennt vom Hotel vermarkten kann. Das war bisher nicht möglich.

Hermann Gödde, Geschäftsführer der See-Gesellschaft, sprach von „mehreren Interessenten”. Jetzt können die Verhandlungen konkreter werden.

Die Kommunalpolitiker quittierten die Entwicklung unterschiedlich. „Dies ist nun der Abschied von den Resort-Plänen”, urteilte Erich Spies (UWG). Dietmar Widell (Grüne) warnte davor, dauerhaftes Wohnen am See möglich zu machen, und bezeichnete den jetzigen Weg als „Plan B”.

Scharfe Kritik kam vom parteilosen Ratsmitglied Wolfram Stolz: „Dies ist absolut konzeptionslos.” Man habe von Seiten der Stadt immer behauptet, dass das Hotel nur in Zusammenhang mit den Appartmenthäusern wirtschaftlich sei. „Jetzt geben sie das Filetstück einfach so her”, wetterte er. Der ehemalige Christdemokrat schlug als ersten Schritt ein Jugendhotel an anderer Stelle vor.

Die CDU hingegen stimmte für die Änderung des B-Planes, erwartete aber eine frühe Beteiligung, wenn die Verhandlungen mit den Investoren fortgeschritten sind. Die SPD-Mehrheit gab der Änderung ebenfalls ihr Ja. „Die große Lösung ist die beste, aber wir müssen jetzt schauen, dass es vorangeht”, so Fraktionschef Leo Gehlen.

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