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Geschichts-Verein Eschweiler macht Fahrt nach Emmerich am Niederrhein

Ausflug nach Emmerich : Geschichtsverein fährt an den Niederrhein

„Elten, Hamminkeln und Wesel“ ist eine Fahrt des Eschweiler Geschichtsvereins überschrieben, die am Mittwoch, 31. Juli, stattfindet. Abfahrt ist um 8 Uhr ab Peter- und Paul- Straße 1; die Rückkehr erfolgt gegen 19 Uhr.

Die Führung übernimmt Pastor H.J. Bartels; die Leitung Dr. Berthold Drube. Die Kosten betragen für Fahrt und Führung 35 Euro und können im Bus bezahlt werden. Anmeldungen nimmt Dr. Berthold Drube, Tel. 02403/26321, entgegen.

Elten, heute Stadt Emmerich am Rhein – nördlichster Zipfel des Rheinlandes (rechtsrheinisch) an der niederländischen Grenze. Mitte des 10. Jahrhunderts wurde hier ein Kanonissenstift (Frauenstift ohne Gelübde) gegründet, das rund 100 Jahre nach seiner Gründung zum Reichsstift erhoben wurde. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr die Kirche vielfältige Veränderungen und Zerstörungen. Die Anlage ist heute im Besitz des Jesuitenordens.

Weiterfahrt nach Brünen-Marienthal, heute Stadt Hamminkeln, zur Kirche des ehemaligen Augustinerklosters, dem ältesten Augustiner-Eremitenkloster auf deutschem Boden. In der Amtszeit des Pfarrers Augustinus Winkelmann (1924 - 1954) erlangte die bescheidene Anlage als Zentrum moderner kirchlicher Kunst große Bedeutung (u.a. Anton Wendling, Heinrich Campendonk, Jan Thorn Prikker).

Auch dem stimmungsvollen Friedhof möchte die Gruppe einen Besuch abstatten. Mittagspause findet dort oder in Wesel statt. Am Nachmittag wird die Stadt Wesel besucht, die am Mündungsgebiet der Lippe in den Rhein liegt. Der fränkische Reichshof ging in den Besitz der Grafen von Kleve über, wurde zur Stadt erhoben, überflügelte bald die anderen Städte am Niederrhein, war im Rheinischen Städtebund und Mitglied der Hanse.

Die Einführung der Reformation (1540) und der spätere Übergang zum Calvinismus brachten entscheidende Veränderungen. Die im letzten Krieg weitgehend zerstörte und wiederaufgebaute Willibrord-Kirche lohnt Besuch und Besichtigung. Vielleicht ist auch das beeindruckende Gerichtsbild des D. Baegert – ein Hauptwerk der altniederländischen Malerei – im Rathaus zugänglich.