Eschweiler: Gertrud Strobel: „Mädchen für alles” mit Musik im Herzen

Eschweiler: Gertrud Strobel: „Mädchen für alles” mit Musik im Herzen

Drei Jahrzehnte lang waren ihr das St.-Antonius-Hospital und dessen Mitarbeiter eine Herzensangelegenheit. Ob als Assistentin der Geschäftsleitung oder als Beauftragte für die Öffentlichkeitsarbeit - das Prädikat „Mädchen für alles” galt (fast) immer. Am Dienstag sagt Gertrud Strobel „ihrem” St.-Anton nun „tschüss”.

Mit etwas Wehmut, aber auch mit sehr viel Vorfreude auf ihren neuen Lebensabschnitt. Denn von Ruhestand wird bei der Indestädterin auch in Zukunft kaum einmal die Rede sein.

Erste Erfahrungen mit dem St.-Antonius-Hospital machte Gertrud Strobel frühestmöglich. Denn genau dort erblickte sie am 1. Oktober 1948 das Licht der Welt. 32 Jahre später, im September 1980, nahm sie dann ihre Arbeit im Eschweiler Krankenhaus auf.

Zuvor war sie, bis zur Geburt ihrer ersten Tochter Jenny, als Sekretärin beim RWE beschäftigt. Nachdem ihre zweite Tochter Olivia das Kindergartenalter erreicht hatte, fand sie es an der Zeit, wieder berufstätig zu werden. Als damals schon langjähriges Mitglied des Kirchenchors St. Peter und Paul fragte sie auch bei Pfarrer Rinkens nach, ob es nicht irgendwo eine Möglichkeit gebe.

„Keinen Monat später kam mit Hans Felten, der Vorsitzende des Kirchenchores, zu mir und richtete vom Pastor aus, ich solle mich bei Ludger Petersmann, Verwaltungsdirektor des St.-Antonius-Hospitals, melden”, erinnert sich Gertrud Strobel. Gesagt, getan. Wenig später nahm sie als Schreibkraft ihre Arbeit am Hospital auf. „Zu Beginn noch mit einem wahren Monstrum von Computer in meinem Büro”, denkt sie schmunzelnd an die Anfänge zurück. Doch schon bald wuchs sie immer mehr in die Rolle des „Mädchen für alles” hinein.

Offensiv und optimistisch blickt Gertrud Strobel auch in ihre Zukunft. „Ich habe überhaupt keine Angst, in ein Loch zu fallen.” Warum auch? Im kommenden Jahr plant sie eine USA-Reise, die sie in die Nähe von Chicago führen wird.

Nach wie vor spielt der Kirchenchor St. Peter und Paul, dem sie seit inzwischen 48 (!) Jahren angehört, eine wichtige Rolle. „Ich habe schon einige Chorleiter verschlissen”, lacht die begeisterte Sängerin, die mit soviel Enthusiasmus bei der Sache ist, dass sie nach so mancher Probe heiser den Heimweg in Richtung Hücheln antritt, und „droht” ihrem jetzigen Chef Joszef Acs.

Darüber hinaus frönt sie ihrem Hobby auch als Mitglied des Franz-Liszt-Regiochors, mit dem sie sich im November auf eine Reise nach Rom in den Vatikan begeben wird.