Eschweiler: Friedliches Einfrieden gewünscht

Eschweiler: Friedliches Einfrieden gewünscht

Zäune sind die klassische Art, Grundstücke abzugrenzen. Mit Einfriedungen kann man sein Eigentum nach außen abgrenzen und sich vor fremden Menschen, Tieren oder neugierigen Blicken schützen. Aber Zaun ist nicht gleich Zaun: Bei der Gestaltung der Gartengrenze treffen oft sehr unterschiedliche Vorstellungen aufeinander und führen zu Streit zwischen Nachbarn.

Darf oder muss ein Zaun errichtet werden? Wer bezahlt, wer unterhält ihn? Wie darf die Abgrenzung aussehen? Ob eine Mauer oder ein Zaun schön oder hässlich ist, entscheidet zunächst einmal der Eigentümer, nicht der Nachbar. Es gibt aber gewisse Grenzen. Und deswegen hat auch die Stadt Eschweiler eine sogenannte Satzung über die Notwendigkeit, Art, Gestaltung und Höhe von Einfriedungen.

Der Rat hatte in seiner Sitzung im Jahr 2007 die Neufassung der Einfriedungssatzung beschlossen. Zum Ende dieses Jahres tritt sie außer Kraft. Die Satzung wurde seinerzeit auf fünf Jahre befristet, um die Praktikabilität der neuen Vorschriften zu erproben. „Die Erfahrung der letzten fünf Jahre macht eine Anpassung der Satzung sowie eine weitergehende Befristung nicht erforderlich”, sagt Reiner Jopke, Leiter des Bauordnungs- und Umweltamtes. Will sagen: Die alte Satzung soll auch die neue Satzung sein - wenn der Stadtrat dies auf seiner Sitzung am heutigen Abend so verabschiedet.

Besonders wichtig sind der Stadt „vernünftige” Einfriedungen von Vorgärten. Ein freier Einblick muss bestehen bleiben. Reiner Jopke: „Erlaubt ist alles das, was letztendlich der Pflege des Stadtbildes dient. Und da ist jeder ein Stück weit mitverantwortlich.”

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