Eschweiler: Frauenwallfahrt: Vertrauend auf Gott zugehen

Eschweiler: Frauenwallfahrt: Vertrauend auf Gott zugehen

„Die Bereitschaft zu unverbrüchlichem Glauben ist unsere Verbindung zu Maria.“ Gedanken von Frauen der Gemeinde St. Blasius Kinzweiler standen am Beginn der Eucharistiefeier zur Frauenwallfahrt am Mittwochnachmittag, mit der die erste Hälfte der „Oktav zur Mutter vom Guten Rat in Kinzweiler“, die in diesem Jahr unter dem Leitmotiv „Selig ist die, die geglaubt hat“ steht, ihren Abschluss fand.

Pfarrer Dr. Rainer Hennes, der gemeinsam mit Pfarrer Dr. Andreas Frick den Gottesdienst zelebrierte, stellte während der Begrüßung der zahlreichen Gläubigen in der vollbesetzten Pfarrkirche zunächst die Frage, was es bedeute, im vom emeritierten Papst Benedikt XVI. ausgerufenen Jahr des Glaubens zu Maria zu pilgern. Und erhielt von den Frauen der Gemeinde Antworten: Der Glaube sei der Hunger nach Liebe, ein festes Lebensfundament, aber auch ein ständiges Ringen, ein Suchen nach Wahrheit und der Nähe Gottes.

Pfarrer Dr. Andreas Frick forderte in seiner Predigt die Gläubigen auf, mit Selbstbewusstsein und Offenheit eigene Kompetenzen anzunehmen. „Nur so können der Wille und die Fähigkeit entwickelt werden, aufs Neue zuzuhören und sich ins Herz legen zu lassen, was wächst.“ Entscheidend sei aber, was jeder Mensch aus seinen Fähigkeiten mache.

Weder die Jugend noch das Alter seien Talente an sich, wenn man aus ihren Möglichkeiten nichts mache. Der Wunsch auf gute Gesundheit, den man als Christ einem Neugeborenen mit auf den Weg gebe, gehe weit über ein „Happy Birthday“ hinaus.

„Wir wünschen Glück und den Segen Gottes“, so der Geistliche. „In Deutschland gibt es aber immer mehr Bedenkenträger“, kritisierte der Pfarrer der Gemeinde St. Peter und Paul. Doch was wurde Maria gewünscht? „Elisabeth sagt zu ihr, Selig bist Du, weil du geglaubt hast und stellt damit unter Beweis, dass sie den Plan Gottes versteht.“ Maria sei bereit gewesen, sich mit Gott einzulassen. Genau dies sei eines der Stichworte von Papst Franziskus.

„Er fordert, mit Vertrauen auf Gott zuzugehen, bis wir die Sicherheit spüren, dass Gott immer bei uns war und immer bei uns sein wird.“ Darüber hinaus gelte es für Christen, öffentlich zu Christus zu stehen, so wie Gott zu uns Menschen stehe. „Das Bekenntnis zu Christus ist der Schlüssel für Christen“, unterstrich Dr. Andreas Frick. „Stimmen sie Maria mutig zu“, so die Aufforderung an die Gläubigen, denen er Gelassenheit, innere Gesundheit und Zuversicht auch in Zeiten des Leids wünschte. „Viele von Ihnen haben die Kompetenz, zuzuhören und zu trösten. Diese Fähigkeiten müssen aber immer wieder aktiviert werden“, gab er seinen Zuhörern mit auf den Weg.

Das Lied „Tantum ergo“ bildete den Abschluss des Gottesdienstes, der vom Kirchenchor der Pfarre St. Peter und Paul unter der Leitung von Joszef Ács mitgestaltet wurde. Es folgte die Prozession zur Kreuzkapelle auf dem Kalvarienberg, wo die Wallfahrerinnen das Gebet „Unter deinem Schutz“ sprachen, bevor Dr. Rainer Hennes und Dr. Andreas Frick den Schlusssegen erteilten. Nach der Marienandacht heute Abend folgt am Samstagmorgen um 9.30 Uhr die Wallfahrtsmesse der Bruderschaft, bevor die Oktav am Sonntagnachmittag mit der Schlussandacht, bei der Domkapitular Dr. Günter Assenmacher aus Köln predigen wird, ihren Abschluss findet.

(ran)