Vor Auswärtsspiel: Folgt für ESG-Handballer eine gute Premiere auf die schlechte Generalprobe?

Vor Auswärtsspiel : Folgt für ESG-Handballer eine gute Premiere auf die schlechte Generalprobe?

Die 1. Handball-Mannschaft der Eschweiler SG musste sich in einem Vorbereitungsspiel jetzt einer starken Brander Borussia geschlagen geben. Nach einer durchwachsenen Saison 2017/18 in der Kreisliga ging es für die ESG-Erste in eine lange Vorbereitung.

Das umstrukturierte Team unter dem neuen Trainer Michael Weber war dementsprechend gespannt auf eine Standortbestimmung, nachdem man in den vergangenen Wochen souverän gegen Mannschaften aus der 1. Kreisklasse aufgespielt hatte. Das Team Borussia Brand, das sicherlich wieder zu den stärksten Mannschaften der kommenden Saison gehören wird, kam den Indestädtern demnach gelegen.

Die ESG ging nicht mit optimalen Voraussetzungen in die Partie. Zwar standen grundsätzlich alle Spieler des Kaders zur Verfügung, die Rückraumspieler Daniel Weber und Phil Morsch gingen jedoch angeschlagen in das Spiel. Zusätzlich musste man unverhofft für einen Großteil der Partie auch auf Jonas Boese verzichten. Doch auch die Borussia konnten nicht ihren vollen Kader auffahren. Demnach startete das Spiel unter ausgeglichenen Bedingungen.

Es stellte sich ein ausgeglichenes Spiel ein, bei dem der Gastgeber stets die Nase vorn hatte. Das 2:1 von Karsten Krahe in der 3. Spielminute sollte dabei die erste und einzige Führung der Eschweiler SG in der ersten Halbzeit bleiben. Auffällig war, dass sich die Eschweiler Offensive gegen die aggressive Deckung der Hausherren schwer tat und es immer wieder zu unsauberen Abschlüssen kam.

Doch auch auf Brander Seite wurden die eigenen Chancen nicht konsequent genutzt, was auch an den starken Eschweiler Torhütern lag. Mit einigen Verwarnungen und einer Zeitstrafe auf Seiten der Eschweiler ging man mit einem Tor Rückstand (13:14) in die Halbzeitpause.

Nicht mit letzter Konsequenz

Die Ansage von Trainer Michael Weber war klar: Sowohl in der Defensive als auch in der Offensive musste aggressiver gespielt werden. Vorne ging man bisher nicht mit letzter Konsequenz in die sich bietenden Räume und in der Abwehr ließ man den Gegner oft zu leicht passieren.

Dass die Ansprache nicht auf taube Ohren gestoßen war, zeigte sich daran, dass die Männer um Kapitän Morsch deutlich besser aus der Kabine kamen als der Gastgeber aus Brand. Innerhalb von vier Minuten konnte man den 13:14-Rückstand in eine 17:15-Führung umwandeln. Diese konnte im Folgenden jedoch wieder ausgeglichen werden — 17:17.

Die folgenden gut 20 Minuten sollten sehr zerfahren werden. Auf beiden Seiten gab es nun regelmäßig Zeitstrafen, wobei die Härte des Spiels nicht fühlbar zugenommen hatte. Zudem gab es eine rote Karte gegen den Eschweiler Hüter Frank Becker, dem vorgeworfen wurde, den ehemaligen Linksaußen Eschweilers und Jetzt-Brander Jonas Merx im Tempogegenstoß rotwürdig gefoult zu haben.

Die Überzahlsituation, die dementsprechend auf beiden Seiten immer wieder entstanden, nutzte die Borussia deutlich effektiver. Mit kurzen Wechseln und einem starken Zug zum Tor gelang es Brand immer wieder einfache Tore zu erzielen. Auch mit einer aggressiven Deckungsvariante konnte der Rückstand aus Sicht der Indestädter nur noch verringert, aber nicht mehr aufgeholt werden. Somit endete das Spiel verdient mit 31:28 für Brand.

Eine Wundertüte

Am Sonntag erwartet die Erste aus Eschweiler eine vermutliche Wundertüte. Am Sonntag wird man um 18 Uhr in der Parkstraße in Weiden bei der 4. Mannschaft der neu formierten Spielgemeinschaft zum ersten Meisterschaftsspiel antreten. Diese hat sich im Pokal knapp gegen den TV Roetgen durchsetzen können, gegen den auch Eschweiler in der Vorbereitung zweimal siegreich vom Platz ging.

Das heißt jedoch nicht viel, da der HC Weiden 4 im Pokal mit einem stark dezimierten Kader aufgelaufen ist und man auf die Aufstellung am Sonntag gespannt sein darf. Über lautstarke Unterstützung würden sich die ESG-Handballer sehr freuen, auch wenn es auswärts und zu ungewohnter Zeit zur Sache geht.

Für die ESG spielten: Becker, Frank; Blume, Lars; Boese, Jonas (1); Freiboth, Lars; Fröhlich, Gennadi (6/6); Hoffmann, Niels (1); Kembügler, Lars (5); Krahe, Karsten (2); Mann, Kevin; Morsch, Philipp (3); Müller, Simon (3); Poick, Simon (2); Thielen, Maik (1); Weber, Daniel (4).

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