Eschweiler: Finanzierung der VHS: Kurzfristige Entlastung bei der Stadt Eschweiler

Eschweiler : Finanzierung der VHS: Kurzfristige Entlastung bei der Stadt Eschweiler

Im vergangen Jahr musste die Stadt mit 170.000 Euro nur knapp 15 Prozent der Gesamtkosten zur Finanzierung der Volkshochschule (VHS) beisteuern. 2013 waren es noch gut 323.000 Euro (39 Prozent).

Grund für die drastische Reduzierung sind Integrationskurse für Zuwanderer, die mit Drittmittelgeldern des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert werden. Das heißt aber auch: Wenn die Zuwanderungsquoten sinken, sinken auch die vom BAMF beigesteuerten Drittmittel. „Ich kann nicht versprechen, dass wir in den kommenden Jahren mit einem Zuschussbedarf von 17.000 Euro auskommen werden“, betonte Silvia Hannemann von der VHS im Kulturausschuss.

Die Kurse sind als Grundbaustein der Integration im Zuwanderungsgesetz vorgesehen und umfassen Sprachkurse auf verschiedenen Niveaustufen und Orientierungskurse zu interkulturellen Themen, Rechtsordnung und Geschichte in Deutschland. Besonders wichtig sei es, die Bürger auf die Berufswelt vorzubereiten, erklärte Hannemann. Die VHS legt ihre Sprachförderkurse daher berufsbezogen aus. „Auch das Thema Bildungsberatung hat weiterhin einen hohen Stellenwert“, sagt Hannemann.

Zwei Fachbereichsleiterinnen kümmern sich um die Anerkennung im Ausland erworbener Abschlüsse und Berufsqualifikationen. Jeder Integrationskurs endet mit einer Sprachprüfung „Deutsch für Zuwanderer“. Auf dem Level B1 (Fortgeschrittene Sprachverwendung) lag die Erfolgsquote der Prüflinge zuletzt bei 80 Prozent, berichtete Hannemann.

(kt)
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