Eschweiler-Ost: „Fest der Kulturen“: Gemeinsam feiern? Aber natürlich!

Eschweiler-Ost : „Fest der Kulturen“: Gemeinsam feiern? Aber natürlich!

„Deutsch ist mehr als eine Sprache“, so beschrieb Dr. Wolfgang Hagemann, 1. Vorsitzender des 2015 neu gegründeten Vereins „Deutsch verbindet“ am Samstagnachmittag den Grundstein des Engagements. Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Rudi Bertram veranstaltete der gemeinnützige Verein ein „Fest der Kulturen“.

Damit brachte „Deutsch verbindet“ nun Mitglieder und Interessierte sowie Anwohner aus verschiedenen Nationen in der Bürgerbegegnungsstätte Eschweiler-Ost an der Moselstraße zusammen.Ob aus Marokko, dem Sudan, der Türkei oder auch aus Deutschland: Sowohl in Form der Besucher als auch der Auftretenden und der angebotenen Speisen herrschte beim „Fest der Kulturen“ eine umfangreiche Vielfalt.

So gab es beispielsweise neben einem Buffet mit deutschen Gerichten wie Kartoffelgratin und Kürbissuppe auch Salate auf arabische Art, wie unter anderem Kabula-Salat aus dem Libanon oder Bulgursalat nach syrischem Rezept. Wem es nach etwas Süßem stand, für den gab es zum einen Kuchen und zum anderen, eher für die kleinen Besucher, auch eine Auswahl an Süßigkeiten. Für das Salat- und Snackbuffet sowie die Süßigkeiten sorgten die Mitglieder des Integrationsrates der Stadt Eschweiler, die das Fest aktiv unterstützten.

In seiner Begrüßungsansprache erklärte Dr. Wolfgang Hagemann als Vorsitzender des Vereins „Deutsch verbindet“, dass bei diesem Fest die kulturelle Vielfalt demonstriert werden solle. Daher gab es neben den unterschiedlichen Speisen auch ein kleines Rahmenprogramm, das von verschiedenen Nationen geprägt wurde.

Für Kinder und auch Erwachsene bestand die Möglichkeit, sich die Hand kunstvoll mit Henna verzieren zu lassen. Die jungen Gäste kamen außerdem in den Genuss einer Hüpfburg zum Spielen und Toben. Die Mobile Jugendarbeit der Stadt Eschweiler war mit ihrem „Jugendmobil“ ebenfalls vor Ort und bot eine kleine Lounge-Ecke und verschiedene Spiele.

Neben dem allgemeinen Austausch mit den Mitgliedern und Interessierten, so Gretel Germann, Vorstandsmitglied bei „Deutsch verbindet“ und Organisatorin des Fests, sei dieses „ein Zusatz zur täglichen Arbeit“ des Vereins, der unter anderem Asylsuchenden neben Deutschkursen auch Unterstützung bei Behördengängen bietet.

Auch Bürgermeister Rudi Bertram, Schirmherr der Veranstaltung, sprach in seiner Begrüßung das Thema Integration an: „Wir haben in Eschweiler bei 58.000 Einwohnern 115 Nationen vertreten und gehen damit vernünftig um, auch dank Initiativen wie ‚Deutsch verbindet‘ und dem Integrationsrat“.

Auch Musik spielt beim kulturellen Austausch eine entscheidende Rolle, daher sorgten viele verschiedene Künstler vom Nachmittag bis in den Abend hinein für musikalische Unterhaltung beim „Fest der Kulturen“.

Den Auftakt machte die Band „No Valium“, gefolgt von Gilbert Behl und Ralf K. Anders an den Gitarren und Hilde Schüller an der Querflöte. Marwan Nouri, ein 15-jähriger palästinensischer Junge, brachte auf dem Piano klassische Musik zu Gehör, gefolgt von Wakid Faidi und Zahia Mohammad, welche mit Gitarre und Gesang begeisterten. Auch Shanaz Metini, All Ihsan Dogan, der Jugendchor Lautstark St. Severin Weisweiler sowie das Fanfarenkorps „Die Weisweiler“ trugen mit ihren Beiträgen zu einem gelungenen Tag bei.

Den Abschluss des vielfältigen Bühnenprogramms stellte Karim Kamara mit seinen Trommlern dar. Nach Möglichkeit solle es auch nächstes Jahr wieder ein „Fest der Kulturen“ geben, sagte Gretel Germann.

(zsa)