Inden: Fertig saniert: Uralt-Schaufelradbagger fit für die Zukunft

Inden: Fertig saniert: Uralt-Schaufelradbagger fit für die Zukunft

Seit einigen Tagen arbeitet er wieder einwandfrei. Der Vater aller Großschaufel-Radbagger, das Gerät mit der Nummer 255. Im Jahre 1955 ging es in Betrieb, nun wurden ihm die „dritten „Zähne” verpasst, gleichzeitig wurde das 5900 Tonnen schwere Gerät generalüberholt.

„Wir sind mit zwei Monate in der Zeit geblieben”, freute sich Tagebaudirektor Arthur Oster, als er unter dem Koloss stand, seine sonore Arbeitsweise begutachtete. „Die Elektronik ist auf dem neuesten technischen Stand. Zudem ist der Motor im Schaufelrad komplett umkappselt worden,” lag laut Oster die größte Herausforderung in der Konzeption und Realisierung des 17 Meter hohen und 135 Tonnen schweren Schaufelrades.

Es war erst das zweite Mal, dass man mit Unterstützung des RWE-Power-Technikzentrums Grefrath eigenständig die Fertigung sowie den Einbau einer neuen Schaufel tätigte. „Dies spricht für unsere Fachkompetenz und das technische Know-how, über das wir in unseren Reihen verfügen.” Während der Bagger die Lössschicht aufnahm, die für die Rekultivierung gebraucht wird, wurden am ehemaligen Bagger-Reparaturplatz die letzten Aufräumarbeiten vorgenommen.

„Zeitweise haben hier bis zu 130 Arbeiter Hand angelegt, denn schließlich sind von den rund zehn Millionen, die die Generalüberholung gekostet hat, rund 90 Prozent in der Region geblieben. Sozusagen ein Beitrag zur Sicherung des Standortes Deutschland.” Der älteste Großschaufel-Radbagger der Welt dürfte, so die Einschätzung des Tagebaudirektors, nun für die nächsten 15 bis 20 Jahre einwandfrei im Tagebau Inden arbeiten. Denn auch die 3,50 Meter hohen Fahrwerke wurden komplett erneuert, zudem erhielt der stählernde Gigant - er ist 66 Meter hoch und 210 Meter lang - die modernste Version des Satelliten-Navigationssystems GPS. Dass modernste Verfahrenstechnik und höchste Präzision bei einem Projekt solcher Größe unabdingbar sind, dies bemerkte Arthur Oster abschließend. „Dies gilt sowohl für die Planung und Konstruktion, als auch für die Produktion und Ausführung.”