Eschweiler: FC Preussen Hastenrath: Hans Zadel ist der Dauerbrenner

Eschweiler: FC Preussen Hastenrath: Hans Zadel ist der Dauerbrenner

Am Wochenende feiert der FC Preussen Hastenrath sein 100-jähriges Bestehen. In diesem Rahmen findet heute um 18 Uhr der Jubiläumsabend im Pfarrheim Hastenrath an der Quellstraße statt. Morgen, ab 11 Uhr geht es dort musikalisch weiter.

Mit dabei sind das Jugendtrompeterkorps und das Trompeterkorps der Eefelkank. Die kleinen Gäste dürfen sich auf eine große Hüpfburg, auf ein Glücksrad und eine Torwand freuen.

Zum Jubiläum gab der Verein auch eine Chronik heraus. Den zweiten Teil der Geschichte von Preußen Hastenrath lesen Sie hier: Ein schwarzes Jahr in der Vereinsgeschichte war das Jahr 1966, als beide Seniorenmannschaften abstiegen. Mit einer turbulenten Jahreshauptversammlung in diesem Jahr setzte eine positive Trendwende im Vereinsleben des FC Preussen ein.

Klaus Senden wurde zum Vorsitzenden gewählt. Im Jahr 1969 wurde Klaus Senden von Matthias Willms abgelöst. Im gleichen Jahr stieg die 1.Mannschaft in die 1.Kreisklasse auf. Ein Jahr später gelang der große Wurf. In einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem VfR Venwegen und Borussia Brand II wurde der FC Preußen Meister in der 1. Kreisklasse und stieg in die Bezirksklasse auf.

Das letzte Spiel in Walheim gegen die dortige ,,Hertha” wird wohl für alle Hastenrather Spieler und Schlachtenbummler, die den Verein immer in großer Zahl zu den Auswärtsspielen begleitet haben, unvergessen bleiben. Der heutige geschäftsführer Hans Zadel gehörte dieser Meistermannschaft an.

In der Bezirksklasse ragten die Spiele gegen den ,,Erzrivalen” SG Eschweiler heraus. Während die Preußen im ersten Spiel nur knapp und etwas glücklich mit 1:0 in Hastenrath gewannen, ließ man im Rückspiel auf dem Patternhof vor der Rekordkulisse von fast 2000 Zuschauern der Sportgemeinschaft, die trotz zweier Niederlagen gegen Hastenrath verdient Meister wurde, beim 2:0 nicht die Spur einer Chance.

Bis 1974 spielte Hastenrath in der Bezirksklasse Aachen, dann war die 1. Kreisklasse viele Jahre die sportliche Heimat. In diese Zeit fielen die Übergabe des Sportheimes am Platz (April 1975) und die Umgestaltung des Sportplatzes zum Aschenplatz (Januar 1977). Es folgten der Abstieg und Wiederaufstieg.

Eine schöne Leistung verbuchte die 2. Mannschaft im Jahr 1981, als sie nach 18 Jahren wieder die Gruppenmeisterschaft in der Kreisliga C und damit den Aufstieg in die Kreisliga B erreichte. In den folgenden sechs Jahren der Zugehörigkeit zur Kreisliga A fiel das 70-jährige Vereinsbestehen.

Preußen Hastenrath feierte es im Juni 1982 mit einem Festabend im Vereinslokal Bingen und einer Senioren-Sportwoche. Der Vorsitzende in den Jahren 1980 bis 1984 war Karl Dickmeis. 1984 übernahm wieder Jupp Harter das Kommando bei den Preußen - diesmal zehn Jahre lang.

In den folgenden sechs Spielzeiten gehörte Hastenrath der Kreisliga B an. Zwar wurde der schnelle Wiederaufstieg angepeilt, jedoch reichte es in den Endabrechnungen nur zu zwei 4. und einem 5. Platz. In der Winterpause der Spielzeit 1991/92 erfuhr die seinerzeit von Rolf Dohmen trainierte Mannschaft dann eine erhebliche personelle Aufwertung.

So kehrte Ingo Henk vom damaligen Verbandsligisten Langerwehe zu den Preußen zurück. In der folgenden Saison 1992/93 gelang dann unter Trainer Wolfgang Hüpgen der ganz große Wurf: Nach sensationellem Saisonverlauf errang die 1. Mannschaft tatsächlich die Meisterschaft und den lang ersehnten Wiederaufstieg in die Kreisliga A. Mindestens genauso sensationell war die Tatsache, dass der Verein in der Folge 15 (!) Spielzeiten A-Ligist blieb.

In der Spielzeit 1993/94 übernahm dann Peter Harter als Trainer die 2. Mannschaft, während gleichzeitig eine 3. Mannschaft, trainiert von Bernd Schall, gemeldet wurde. Ein ganz besonderer Höhepunkt war die Spielzeit 1996/97, an deren Ende die 3. Mannschaft die Meisterschaft und den Aufstieg in die Kreisliga B feiern konnte. Zu erwähnen sei, dass Peter Harter das Traineramt der 2.Mannschaft insgesamt 17 Jahre in Folge ausübte, nachdem er vorher jahrelang etliche Jugendmannschaften trainiert hatte.

Im Jahre 1994 wurde Josef Harter für seine Verdienste zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Sein Nachfolger wurde von 1994 bis 1996 Andreas Joußen, allen besser bekannt als „Joußens Happa”. Es folgte Heinz Kreutzer, ehe Urgestein Hans Zadel, der bis dato schon 30 (!) Jahre das Amt des Geschäftsführers inne hatte, den Vorsitz übernahm. Er übte das Amt zwölf Jahre lang aus, um danach wieder in das Amt des Geschäftsführers zurückzukehren.

Trotz klammer öffentlicher Kassen gelang es, am 14. Dezember 2005 den lang ersehnten Spatenstich zum Neubau des Vereinsheims vorzunehmen. Sportlich ging es bergab: Am Ende der Spielzeit 2007/08 war der Abstieg aus der A-Liga nach 15 Jahren nicht mehr zu verhindern. Neuer 1. Vorsitzender im Jahre 2009 wurde Stefan Harter.

Für die 1.Mannschaft wurde mit Daniel Grewe ein in der Eschweiler Szene bis dahin unbekannter Trainer verpflichtet. Diese Wahl erwies sich schon sehr bald als wahrer Glücksgriff, gelang doch der sofortige Wiederaufstieg. Am Ende der Saison 2010/11 musste man die Kreisliga A wieder verlassen. Die Spielzeit 2011/12 beendete das Team im Jubiläumsjahr auf dem 6. Tabellenplatz.

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