Eschweiler: Farbe ist Trumpf: Brasilien ist das Gastland der Art Open 2010

Eschweiler: Farbe ist Trumpf: Brasilien ist das Gastland der Art Open 2010

Auf zum Zuckerhut! Brasilien ist das Gastland der Art Open 2010. Gleich ein Dutzend Künstler stellen am Sonntag, 14. November, von 11 bis 18 Uhr im Ratsaal aus.

Eröffnet wird das Kunstereignis um 10 Uhr von den Schirmherren, Bürgermeister Rudi Bertram und Cèsar Amaral, brasilianischer Botschafter vom Generalkonsulat in Frankfurt.

Letzterer lobte vor Tagen die Internationalität des facettenreichen Ausstellungsmarathons an der Inde. Der Brückenschlag zwischen Menschen und Ländern durch Kunst verspricht einiges: Zwölf Künstler vertreiben mit ihren Werken die November-Tristesse und bringen mit farbenfroher Malerei das pulsierende Leben des südamerikanischen Staates nach Eschweiler.

1966 wurde Adria Moura in Coromandel geboren. 1990 kam sie nach Deutschland. 2000 entdeckte sie ihre Liebe für die Malerei, Formen und Farben. Ihre Inspiration nimmt sie aus der brasilianischen Fauna, Flora und den Edelsteinen. Durch ihre farbenfrohe Malerei versucht sie, die dunklen Wintermonate zu überbrücken. Mit Buntstiften und Aquarell bringt sie die Wärme ihres Heimatlandes an die Inde.

Anna Guerra wurde am 25. Juni 1960 in Recife geboren. Sie begann die Schule für Architektur und Städtebau in Pernambuco, umfasst aber mittlerweile die Kunst als ihren endgültigen Beruf. Die Künstlerin zeigt die Landschaft und Kultur des Nordostens Brasiliens in ihren Werken, vor allem das weibliche Universum, in harmonischen Farben und Formen. Die Künstlerin hat an zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen teilgenommen.

Der Multimedia-Künstler und Musiker (Akkordeonist) Cipriano Souza aus Arraial de So Domingos ist Liebhaber der schönen Dinge des Lebens. Authentizität ist das Markenzeichen seiner Kunst. Er produzierte einen Flickenteppich von Szenen aus dem täglichen Nordosten Brasiliens.

Dan Mabe wurde 1987 in So Paulo geboren. Dort studierte er Bildende Kunst in der Künstler-Fakultät. Zur Zeit dreht sich die Arbeit des Künstlers um Themen des gemeinsamen Zusammenlebens. Um dies auf seinen Bildern darzustellen, erfasst er Themen der brasilianischen Kultur, wie Samba, Capoeira oder regionale Feste.

Es gibt eine warme, sinnliche Schönheit in den Bildern der brasilianischen Künstlerin Ilka Lemos, 1957 in Sao Paulo geboren, welche all ihren Werken eine fesselnde Bedeutung verleiht. Ob in Straßenszenen, intimen Innenleben oder Portraits - sie entwirft wunderschöne, mysteriöse Bilder.

Ebenfalls auch Sao Paulo stammt Kika Goldstein. 1984 geboren, begann ihre Karriere im Jahr 2000 mit der vom Kubismus und Surrealismus inspirierten Serie „Pedestres”. Im Jahr 2006, nach einer Saison in der alten Welt, wird ihre Arbeit durch noch deutlichere Spuren des Surrealismus Chagalls ersetzt:Êdie Einleitung einer umfassenden Transformation.

Für die Diplom-Logopädin Lia Thoma, 1962 in Brasilien geboren, war Malen lange Zeit nur Hobby. Dann wuchs ihr Interesse mehr und mehr. Seit etwa zwei Jahren gehört sie der Malgruppe vom in Weißrussland geborenen Juri Ivashkevich an (ausgebildeter Maler und Professor für Kunst). Thomas Malerei begrenzt sich nicht nur auf Öl, sondern sie malt auch Acryl, Aquarell, Zeichnung, Seide und macht auch Tonarbeiten.

Ein besonderes Anliegen ist Lúcia Hinz, 1957 in Caicó/Rio Grande do Norte geboren, das Thema Solidarität. Mit ihrer Arbeit und Kunst setzt sie sich immer wieder tatkräftig für die Rechte und die Verbesserung von Lebensbedingungen Benachteiligter einsetzt. Ein besonderes Anliegen waren ihr stets die Rechte der Frauen. 1988 kam die Künstlerin nach Deutschland. Gegenwärtig bewegt sie sich zwischen Deutschland, Luxemburg, Holland und Belgien, wo sie ihre künstlerische Arbeit mit einer Vielzahl von Ausstellungen erfolgreich fortführt.

Marcos de Oliveira, 1980 in Ibiapor/Mundo Novo geboren, ist Autodidakt und hat noch nie eine Kunstschule besucht. In seinen Werken macht er runde Figuren. Er befasst sich mit den Proportionen und dem Mangel an Tiefe.

Mit zeitgenössischer Kunst in Lateinamerika hat Nicholas Petrus, 1978 in Sao Paulo geboren, als unabhängiger Kurator zu tun. Als Künstler entwickelt er visuelle Forschung, die versucht, die Grenzen und Überschneidungen zwischen Kunst und Politik zu verstehen. Wirtschaft, Geographie, nationale Identität, soziale Konflikte und vieles mehr sind Quellen für seine Ideen, die sich in unbeschwerten Kunstwerken entfalten.

Im Jahr 2007 begann der Biowissenschaftler Ricardo Pennino, sich für die visuelle Kunst mit der Herstellung von Gemälden, Illustrationen und gleichzeitig der Montage von Ausstellungen und Szenen zu interessieren. Er beschäftigte sich mit dem Tanzen, um körperliche und sensorische Erfahrungen zu sammeln. Das Ergebnis ist, dass er körperliche Bewegungen in ein Bild fassen, oder aus einem Bild eine Bewegung ableiten kann.

Simone Campos, 1965 in Curitiba geboren, ist seit 1986 Bachelor of Arts der Fachhochschule für Musik und Bildende Künste von Paraná. Campos ist eine wahre Botschafterin für brasilianische Kunst in der ganzen Welt.