Eschweiler-Bergrath: Falke will mehr von der Jugend profitieren

Eschweiler-Bergrath : Falke will mehr von der Jugend profitieren

Ein eingespieltes Team funktioniert nicht nur auf, sondern auch neben dem Fußballplatz am besten. Das gilt beim SV Falke Bergrath selbstverständlich auch für die Jugendabteilung. Beim Vereinsjugendtag blickte Jugendleiter Michel Henke zufrieden auf die vergangenen zwei Jahre zurück und wurde zusammen mit dem Vorstand von den anwesenden Mitgliedern im Vereinsheim der Falken im Amt bestätigt.

285 Kinder und Jugendliche spielen bei dem Dorfverein Fußball und Tischtennis, darunter auch zahlreiche Mädchen. Damit sorgen sie dafür, dass die Bergrather seit Jahren bei jeder Fußball-Stadtmeisterschaft Teams in sämtlichen Altersklassen besetzen können. Mit den aktiven Spielern der Handicap-Mannschaft zeigt sich der Verein zudem sozial engagiert für gesellschaftliche Minderheiten, wie Henke bei seinem Rückblick betonte.

Mit den gut besetzten Trainerstäben — 54 Trainer und Betreuer in 16 Mannschaften — und den Koodinatoren im Jugendvorstand sieht er die Falken gut aufgestellt. Die sportlichen Auswirkungen der gut organisierten Arbeit im Hintergrund war aus seiner Sicht beim Blick auf die Erfolge klar erkennbar: Fünf Mannschaften (D1-, D2-, C-, B-Junioren und B-Juniorinnen) spielen oberhalb der Kreisklasse, zudem konnten die C-Juniorinnen den Hallenkreismeistertitel holen.

Auch bei der Stadtmeisterschaft sind die Rot-Weißen längst kein Underdog mehr. Im vergangenen Jahr wurden bei Feld- und Hallen-Stadtmeisterschaften sechs Titel geholt, quer durch alle Alterklassen. Von der Jugend soll der Seniorenbereich spürbar profitieren, so Henke, der darauf verwies, dass 2017 mehrere Jugendliche erfolgreich bei den Seniorenteams integriert werden konnten.

Selbstverständlich schwingt dabei auch der Wunsch nach einem Aufstieg der Männer in die Kreisliga B mit. Denn bislang sind die sportliche Erwartungen der Bergrather im Seniorenbereich angesichts der beachtlichen Leistungen in der Jugend noch nicht erfüllt worden.

Große Erwartungen setzen die Bergrather in den sportlichen Leiter Willi Schmitz, dessen Konzept eine klare Ausbildungsstruktur darstellen soll. Dazu gehört eine „gemeinsame Idee vom Fußball und ein Verhaltenskodex“, betonte Henke, der das Amt des Jugendleiters vor zwei Jahren übernommen hatte.

„Angesichts der positiven Entwicklung können wir mit Zuversicht auf das Jahr 2018 blicken“, so Henke, der ergänzte, dass „vor allem Erfolg, den wir anstreben, der Jugendschutz immer an erster Stelle steht“. Mit der Besetzung von zwei Kinderschutzbeauftragten, Jana Gülpen und Arni Muhr, könne man diesem Maßstab noch besser gerecht werden.

Dass 17 Trainer zudem über eine C-Trainerlizenz verfügen und die Fortbildungsmaßnahmen in Kooperation mit dem Fußballverband gut besucht werden, sieht der Jugendleiter ebenfalls als Zeichen für eine gelungene Arbeit. Ein Lob gab es daher auch vom Vereinsvorsitzenden Reiner Gülpen: „Hier wird richtig professionell gearbeitet. Dafür einen riesen Respekt an den Jugendvorstand!“ Gülpen hob auch die „vertiefte Zusammenarbeit“ zwischen Jugend- und Seniorenbereich hervor.

Kein Wunder also, dass bei den Vorstandswahlen Michel Henke und der weitere Vorstand (siehe Info-Box) ohne Gegenstimme im Amt bestätigt wurden. Im Gegenzug gab es ein großes Dankeschön der Verantwortlichen an alle Ehrenamtler und die Familien der Kinder, die die Zusammenarbeit im Verein erst möglich machten.

Für ihre langjährige Treue wurden im Anschluss die Spieler Marcel Luft (15 Jahre), Sven Wiesen, Mats Feiertag, Vincent Rohnen und Denise Bröse (je zehn Jahre) geehrt, sowie die Ehrenamtler Willi Lütter, Daniel Zirmer und Hajra Arifi für ihr jeweils zehn Jahre andauerndes Engagement bei den Falken geehrt. Lütter zeichnete sich zudem für den Erfolg verantwortlich, als er mit seinen damaligen D-Junioren, die er von den Bambini bis zur heutigen B-Jugend trainiert, den ersten Kreispokalsieg eines Bergrather Jugendteams holte.

Auf den Verein wartet bereits zu Ostern mit dem Falken-Cup das Jahreshighlight, bei dem rund 120 Teams zum größten Jugend-Fußballturnier der Stadt nach Eschweiler anreisen. Mit Blick auf die starken Frauenmannschaften stand zudem ein Turnierableger für Mädchen zur Debatte — in dieser Art wäre es ein Novum in der Indestadt.

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