1. Lokales
  2. Eschweiler

ESW-Röhrenwerke: Erste Verhandlungen nach Schließung in Eschweiler

Starke Symbolik : Mitarbeiter der ESW-Röhrenwerke starten Aktion am ersten Verhandlungstag

Rund um das Gelände der ESW-Röhrenwerke haben die Mitarbeiter am Mittwochmorgen auf ihre Situation aufmerksam gemacht, indem sie unter anderem Kreuze und einen Sarg aufgestellt hatten. Die ersten Verhandlungen nach der Schließung waren allerdings nicht sehr erfolgreich.

Die Mitarbeiter der ESW-Röhrenwerke haben am Mittwochmorgen auf dem Betriebsgelände gegen die Schließung protestiert. Dieser Tag stellte den Auftakt für die Verhandlungsgespräche zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmervertretern dar. Mit der Aktion wollten die Mitarbeiter ein Zeichen setzen und die Bevölkerung solidarisieren.

Die roten T-Shirts mit dem Slogan „Wir wollen Zukunft“ waren bereits von weitem zu erkennen. Zudem hatten etwa 80 Mitarbeiter mit der IG Metall 60 Holzkreuze am Betrieb und den umliegenden Straßen aufgestellt. Eine schwarze Fahne wehte auf Halbmast, ein Sarg stand vor der Tür, durch die die Geschäftsführung das Gebäude betreten musste.

Die dreistündigen Verhandlungen haben wie erwartet mit zähen Gesprächen begonnen. „Bisher sind wir in keinster Weise einen Schritt weiter“, teilte Ralf Radmacher von der IG Metall mit. Der Arbeitgeber habe seinen Standpunkt klar gemacht, aber die Informationen seien sehr dürftig gewesen. Das Ziel sei nach wie vor, möglichst viele Arbeitsplätze zu retten. Am Donnerstag werden die Verhandlungen weitergehen.

Ein Mitarbeiter an einem seiner voraussichtlich letzten Arbeitstage bei den ESW-Röhrenwerken. Foto: ZVA/Caroline Niehus
(can)