Eschweilers Stadtbücherei erhöht nach Jahrzehnten Gebühren

Stadtbücherei überarbeitet Gebühren : Ein paar Cent mehr für Bücher und Discs

26 Jahre lang sind sie stabil geblieben, die Leihgebühren der Stadtbücherei Eschweiler. Lediglich die Fernleihe- und Mahngebühren wurden einmal angehoben - vor 16 Jahren.Jetzt soll ein Teil der Gebühren erhöht werden.

Auf ein Niveau, das immer noch unter dem Durchschnitt vergleichbarer Bibliotheken in der Region liegt. Im Kulturausschuss war man sich einig: In der Stadtbücherei, deren Angebote in den zurückliegenden Jahren deutlich ansprichsvoller und vielfältiger geworden ist, soll zwar einiges moderat teurer, anderes dafür aber günstiger werden. So wird in der bisherigen Satzung die Internetnutzung noch mit 1 Euro je angefangener halber Stunde veranschlagt.

In nahezu allen öffentlichen Gebäude allerdings ist WLan kostenfrei nutzbar. Das soll künftig auch in der Stadtbücherei gelten.Günstiger wird auch die Fernleihe. Dafür sind bisher 4 Euro gällig, künftig nur noch 2,50 (ermäßigt 2 statt 3 Euro). Hintergrund: In anderen Bibliotheken der Region sind dafür ebenfalls nur 2,50 Euro zu zahlen, in Hochschulen sogar nur 1,50 Euro. Legt man die Benutzerzahlen von 2017 zugrunde, bedeutet die Reduzierung für die Stadtbücherei einen Einnahmeverlust von 600 Euro.

Bisher gratis war das Online-Ausleihen von e-Medien und die Nutzung von Datenbanken für aktuelle Literatur- und Faktenrecherchen. Ungerecht, findet die Vetrwaltung: „Das bevorzugt Kunden, die die Bibliothek nicht aufsuchen, gegenüber Kunden, die vor Ort in die Bibliothek kommen und haptisch Medien entleihen.“ Jetzt sollen Online-Nutzer zahlen: in etwa so viel, wie dies in anderen, umliegenden Bibliotheken üblich ist.

Die Gebühren im Überblick: Erwachsene zahlen für das Entleihen einer DVD künftig 1 Euro statt 55 Cent, für sonstige Medien werden 50 statt 30 Cent fällig, Vorbestellungen schlagen mit 1 Euro statt 55 Cent zu Buche, Jahreskarten kosten dann 15 statt 10,50 Euro, Familienkarten gibt es für 20 statt 15,50 Euro. Die Säumnisgebühren, bisher bis zu 2 Euro, betragen künftig einheitlich 75 Cent.

(rpm)