Eschweiler: Eschweilers Norden: Wie hätten Sies denn gerne?

Eschweiler: Eschweilers Norden: Wie hätten Sies denn gerne?

Wenn Rat und Verwaltungen Planungen für die Innenstadt vorstellten, bekamen Citymanager bisher Magenkrämpfe: „weil wir meist keine Chance hatten, auch nur Kleinigkeiten zu ändern”, sagt Citymanagement-Vorsitzender Klaus-Dieter Bartholomy. Diesmal ist das anders.

Die SPD holt Citymanagement, Anlieger und alle, die gern ein Wort mitreden möchten, mit ins Boot, noch ehe der erste planerische Federstrich getan ist.

Noch bis 2012 dauert die Umgestaltung der südlichen Innenstadt mit Marienstraße und Rosenallee. Unmittelbar danach soll der Norden aufgepeppt werden.

„An dem Tag, an dem der letzte Bagger die südliche City verlässt, soll der erste in der nördlichen Hälfte anrollen”, setzen SPD-Fraktionsvorsitzender Leo Gehlen und Planungssprecher Peter Kendziora dem Projekt ein ehrgeiziges Zeitfenster. Ehrgeizig deshalb, weil im Vorfeld nicht im stillen Rathaus-Kämmerlein Pläne zementiert werden, sondern weil hier aberhunderte von Bürgern eingeladen sind, ihre Stadt mitzugestalten.

Seit Oktober vergangenen Jahres sammeln SPD und Citymanager gemeinsam mit Marktanliegern in Workshops Ideen für den „neuen Norden”. Jetzt soll die Ideensammlung auf noch breitere Füße gestellt werden: Bürger - nicht nur aus der City -, Handel, Handwerk und Gewerbe sowie deren Beschäftigte, Vereine, Institutionen, ausländische Mitbürger, Studenten von RWTH und FH, Eigentümer der Immobilien, selbst Schulen und Kindergärten - im Rahmen von Projektwochen - sollen ihre Vorstellungen entwickeln und einreichen.

Theo Henn vom Citymanagement sieht darin mehr als nur einen riesigen Ideenfundus: „Soziale Konfliktfelder entstehen, wenn Menschen sich nicht beachtet fühlen. "Wertschöpfung durch Wertschätzung" lautet unser Motto: Es gilt, die Menschen von Anfang an einzubinden in die Gestaltung eines lebenswerteren Umfelds.”