Eschweilers Bushof wird kräftig modernisiert

Bushof bald barrierefrei : Service wird hier großgeschrieben

Noch in diesem Jahr soll mit der Modernisierung des in die Jahre gekommenen Bushofs begonnen werden. Das teilt die Stadtverwaltung mit. Der Planungs-, Umwelt- und Bauausschuss des Stadtrats wird sich in der kommenden Woche ausführlich mit dem Thema befassen.

Barrierefrei ist er bereits. Doch nicht so ganz. Ende der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, als Eschweilers Bushof in seiner heutigen Form ausgebaut wurde, wurden auf dem Areal an der Ecke Indestraße/Langwahnbrücke auch bereits Busbordseine eingebaut, die auch Rollstuhlfahrern ein Einsteigen in die Niederflurbusse problemlos ermöglichen. Was fehlt, sind Leitsysteme für Blindeb und Sehbehinderte. Rautenstrukturen auf den Busborden und Noppenpflasterbänden unmittelbar hinter den Borden reichen nicht: Hier fehlen Richtungsinformationen über im Boden angebrachte Indikatoren. Das soll sich nun ändern. Nicht zuletzt, weil die Bussteige bis heute nicht den bereits 2013 in Abstimmung mit dem Landesbetrieb Straßenbau beschlossenen beschlossenen Ausbaustandards entsprechen.

Nachdem bereits in den Sommerferien die Aufstellflächen der Busse, deren Belag durch die bremsenden und anfahrenden Vieltonner erheblich gelitten hatten, saniert und die Asphaltbeläge gegen Betonflächen ausgetauscht wurden, soll nun in den nächsten Wochen auch eine Erneuerung der Beleuchtungsanlage erfolgen. Noch sorgen hier Quecksilberdampflampen für Helligkeit. Lampen, die aber im Handel schon gar nicht mehr erhältlich sind. Die Leuchtmittel auszutauschen ist nicht möglich - stattdessen werden nun neue LED-Leuchten installiert. Und zwar damit’s am Bushof insgesamt etwas heller wird - mehr als bisher.

Geplant ist auch die Installation dynamischer Fahrgastinformationstafeln - zusätzlich zu den gewohnten Fahrplaninfoblättern. Sie sollen im kommenden Jahr an den jeweiligen Haltestellen die bevorstehenden Abfahrten (“Linie EW 4 in Richtung Hbf Eschweiler in 3 Minuten“) anzeigen. Informationen, die es auf Knopfdruck auch akustisch geben soll.

Dass die Stadt möglicherweise Ende der 90er Jahre bewilligte Fördermittel teilweise zurückzahlen muss, weil deren Zweckbindungsfrist erst 2029 abläuft, kann sie nicht davon abhalten, den Bushof zeitgemäß umzugestalten. Mit Blick auf das hohe Fahrgastaufkommen erscheine es sinnvoll, den Bishof jetzt an die aktuellen Standards anzupassen, ehe dies auch an den anderen Haltestellen im Stadtgebiet geschieht. Unabhängig von der möglicherweise fällig werdenden Rückzahlung von 40 Prozent der seinerzeit gezahlten Zuschüsse kalkuliert die Stadt mit Baukosten von etwa 125.000 Euro, die wiederum zu 90 Prozent durch neue Fördermittel finanziert werden sollen.

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