Eschweiler: Verein Bine hilft beim nachhaltigen Gärtnern

Nachhaltig gärtnern : Friert es jetzt, ist das Streuobst hinüber

Wird ein Sommer heiß, können Permakulturen helfen. Dieses und weitere Angebote macht der Eschweiler Verein „Bine“.

Experten warnen schon davor, dass der kommende Sommer ähnlich heiß, trocken und lang werden könnte wie im Jahr 2018. Wer seinen Garten und seine Beete liebt, dem graut davor. Andere Experten, die wissen, wie Pflanzenfreunde mit den Schönheiten und Herausforderungen der Natur umgehen können, sind die Mitglieder vom Eschweiler Verein „Bine“. Dahinter steckt die Arbeitsgemeinschaft Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Timo Sachsen ist ihr Vorsitzender, und er sagt: „Wir beschäftigen uns unter anderem mit der Permakultur, also einer möglichst nachhaltigen, ressourcenschonenden Gartengestaltung.“ Wenn es also an etwas mangelt wie an Wasser in einer Dürreperiode wie im vergangenen Jahr, dann werde die Methode „immer aktueller“ – und das Interesse daran steige.

Der Verein sei mit seinen nun 30 aktiven Mitgliedern in den vergangenen Jahren stetig gewachsen, Kurse wie die zum Baumschnitt würden immer beliebter, und die Teilnehmer „bilden eine breitere Gesellschaft als sonst ab“, sagt Timo Sachsen. „Es ist mein Eindruck, dass Privatleute sich immer mehr damit beschäftigen, bewusster zu leben.“ Das passt gut zu der Entwicklung, dass der Verein „Bine“ sich stärker bewerben wolle und offensiv nach Mitgliedern suche (siehe Infobox).

Obwohl der Verein seinen Sitz in Eschweiler an der Josef-Artz-Straße 27 hat, finden die meisten Angebote außerhalb statt, wie etwa in Alsdorf-Hoengen und Herzogenrath. „Bine“ bietet verschiedene Wildkräuterspaziergänge an, Thementage und Kurse. Schnittkurse an Obstbäume gibt es derzeit noch nicht in Eschweiler, was ganz einfach daran liegt, dass der Verein hier noch keine passende Wiese gefunden hat. „Für die Kurse benötigen wir mittelalte Bäume von zehn bis 15 Jahren“, sagt Timo Sachsen. „Die Bäume müssen überschaubar sein, weil wir nicht wollen, dass die Teilnehmer in fünf Metern Höhe das Schneiden lernen.“ In den Kursen geht es nicht allein um das reine Beschneiden, Themen sind auch das Erkennen von Krankheiten und das Veredeln der Bäume. Anfang Juli stehen die Sommerschnittkurse in Alsdorf und Herzogenrath auf dem Programm.

Die Wettervorhersagen für die kommenden Tage gehen wieder von niedrigeren Temperaturen, was Experten wie Timo Sachsen genau beobachten werden. Denn jetzt beginnt die entscheidende Phase in der Blütezeit. „In den kommenden zwei, drei Wochen entscheidet sich, wie die Obsternte im Herbst ausfallen wird“, betont Sachsen. „Fallen die Temperaturen in der Nacht an manchen Orten noch einmal auf frostige drei oder zwei Grad, dann wird es kritisch.“

bine-ev.jimdo.com

(cro)
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