Eschweiler: Sven Nowak erzielt alle Tore beim 6:3-Erfolg

Torjäger vom Dienst : Lohns Sven Nowak trifft als Erster sechsfach in dieser A-Liga-Saison

Der 35-jährige Stürmer der Rhenania kommt der Torjägerkrone sehr nahe. Platz zwei für die Mannschaft erscheint machbar, aber Trainer Moses Sichone kritisiert die Disziplin seiner Spieler.

Scharf auf die Torjägerkrone ist Sven Nowak jedes Jahr, das sagt der Stürmer des Fußball-A-Ligisten Rhenania Lohn hochmotiviert. Der 35-Jährige ist diesem Ziel in der laufenden Saison ein gutes Stück nähergekommen – und zwar mit einem Sechserpack beim 6:3-Auswärtserfolg gegen den SC Merzenich.

30 Tore hat der Stürmer jetzt auf dem Konto, sein erster Verfolger Inan Naki vom SV Kurdistan Düren kommt auf 27 „Buden“. Zu den Eigenschaften eines Fußballkritikers gehört es, einen Stürmer nicht ausschließlich an der Anzahl seiner Treffer zu messen, denn die Art und Weise ist nicht ganz unwichtig. Auch was das angeht, hat Nowak am Sonntag geliefert: Ein Tor erzielte er per Volley, ein anderes mit einer Art Seitfallzieher, und bei den übrigen hat er seine Gegenspieler im Laufduell düpiert.

Sechs Tore sind in dieser A-Liga-Saison im Raum Düren, wo Lohn als einziges Eschweiler Team einsortiert ist, noch niemandem gelungen. Aber für Nowak persönlich sind ein halbes Dutzend Treffer nicht so herausragend, wie für andere Stürmer, denn Nowak ist es gewöhnt, seit Jahren mehrfach in den Stenogrammen als Torschütze zu stehen. „Mein Rekord waren neun Tore in einem Spiel“, sagt der 35-Jährige, der noch so lange spielen will, wie es sein Körper erlaubt. „46 Tore in einer Halbserie und 86 Tore am Ende einer Saison sind bislang meine Rekorde.“ So viele Tore schießen manche Mannschaften nicht einmal in einer Saison, Nowak hat seine Torrekorde für den FV Eschweiler in der Kreisliga B beziehungsweise C aufgestellt.

Die Torjägerkrone ist Nowaks persönliches Ziel, das der Mannschaft lässt er aber auch nicht aus den Augen: Die Rhenania will in den verbleibenden sieben Spielen die acht Punkte Rückstand auf den Zweiten TSV Düren aufholen. Der Vize-Titel berechtigt je nach Ausgang der oberen Ligen zum Aufstieg „Der TSV wird noch Punkte lassen, davon gehe ich aus. Aber wir haben jetzt zwei Rote Karten bekommen, das schwächt uns.“

Das ärgert auch Moses Sichone, Lohns Trainer, der die mangelnde Disziplin seiner Spieler kritisiert, zu oft würden sie sich Platzverweise einfangen, er sieht das Ziel Platz zwei daher in Gefahr. Verlassen kann er sich zumindest auf Nowaks Tore: „Er hat die richtige Einstellung“, sagt der Trainer. „Er ist richtig ehrgeizig.“

(cro)