Eschweiler: St. Jöris im Halbfinale beim Blausteinsee-Cup

23. Blausteinsee-Cup : Das Los entscheidet: St. Jöris ist im Halbfinale

Der A-Ligist ist noch der einzige Eschweiler Vertreter bei dem Traditionsturnier. Ein 0:2 gegen Kohlscheid zerstört die Hoffnung des EFV.

Zwei Halbfinalplätze waren beim 23. Blausteinsee-Cup des FC Rhenania Lohn bereits vergeben, bevor am Donnerstag die beiden indestädtischen Vertreter Eschweiler FV und Falke Bergrath die Klingen mit Landesliga-Aufsteiger Kohlscheider BC kreuzten. Doch mit dem SV St. Jöris und Alemannia Mariadorf waren zwei weitere Mannschaften in das Geschehen involviert. Die punkt- und torgleichen Zweitplatzierten (je drei Punkte und ein Torverhältnis von 1:1) der Zwischenrundengruppen A und B mussten abwarten, ob sie der Zweite der Gruppe C überflügeln würde und falls nicht, welchem der beiden Kandidaten der Weg in die Runde der letzten Vier per Losentscheid geebnet werden sollte.

Sportlich hielt der letzte Zwischenrunden-Spieltag keine Überraschungen parat. Zum Auftakt gewann der Eschweiler FV das B-Liga-Derby gegen Falke Bergrath eher glücklich mit 1:0. Im Anschluss ließ der Kohlscheider BC jedoch keine Zweifel an seiner Überlegenheit aufkommen: Gegen die Falken siegte der KBC mit 5:0, dem EFV gab der Landesligist mit 2:0 das Nachsehen. Somit rangierte der EFV in der Tabelle der Gruppenzweiten auf Platz drei.

Das Los musste nun zwischen St. Jöris und Mariadorf entscheiden: Rhenania-Geschäftsführer Nicolas Mürkens zog den Umschlag, in dem sich der Schriftzug SV St. Jöris befand. Im ersten Halbfinale trifft nun heute um 15 Uhr der SV Roland Millich auf den Kohlscheider BC. Drei Stunden später ermitteln Germania Teveren und der SV St. Jöris den zweiten Endspielteilnehmer.

Eschweiler FV – Falke Bergrath 1:0

Bevor Tim Johnen in der 30. Spielminute nach einer Hereingabe von rechts den Eschweiler FV mit seinem Treffer zum 1:0 in Führung brachte, hätten die Bergrather Falken das Derby zum Auftakt der Zwischenrundengruppe C bereits zu ihren Gunsten entschieden haben können.

Sascha Schönen traf mit einem Schuss aus gut 20 Metern, den EFV-Torhüter Oktay Levi noch mit den Fingerspitzen berührte, den Innenpfosten. Kurz darauf wurde Marcel Mohr im EFV-Strafraum freigespielt. Der Bergrather drosch den Ball an die Unterkante der Latte. Wiederum nur wenig später war Ahmed Malla-Ismail Endstation einer flüssigen Kombination über mehrere Stationen, doch sein Flachschuss strich denkbar knapp am rechten Pfosten vorbei. In Sachen Effektivität zeigte sich dann aber der EFV deutlich überlegen. Die erste Chance brachte den letztlich entscheidenden Treffer. Danach kam die Elf vom Wetterschacht besser ins Spiel. Ein zweites Tor fiel jedoch nicht mehr.

Falke Bergrath – Kohlscheid 0:5

Drei Spielklassen liegen zwischen dem Neu-Landesligisten und dem B-Liga-Aufsteiger. Ein Unterschied, den der KBC auch in Toren deutlich machte. Enes Düven, Malte Wüst per Doppelpack innerhalb weniger Sekunden, David Peters sowie Marc Milles trafen für den Favoriten, der nach diesem klaren Sieg so gut wie sicher im Halbfinale stand.

Kohlscheid – Eschweiler FV 2:0

Zahlreiche Varianten lagen für die Mannschaft aus Eschweiler-Ost vor dem Duell mit dem Favoriten in der Luft: Ein Sieg, ein Remis oder eine Niederlage mit einem Tor Unterschied, bei der die Mannschaft von Trainer Sascha Herzog mindestens einen Treffer erzielt, würden den EFV in die Vorschlussrunde bringen. Dagegen hätte ein 0:1 bedeutet, dass sich neben St. Jöris und Mariadorf auch der EFV in der Lostrommel wiederfindet. Das Aus drohte bei einer Niederlage mit zwei oder mehr Toren Unterschied. Doch um ein Haar hätte der EFV in der Anfangsphase der Partie das so wichtige Tor erzielt.

KBC-Schlussmann Moritz Bürger ließ sich auf einen Zweikampf außerhalb des Strafraums ein, verlor diesen, hatte jedoch Glück, dass der Schuss des EFV am langen Eck vorbeiflog. Im Anschluss verlagerte sich das Geschehen mehr und mehr in Richtung EFV-Tor. Shaian Mobashery brachte Kohlscheid in Führung, David Peters erhöhte in der Schlussphase auf 2:0. Der Halbfinaltraum des EFV war geplatzt, der des SV St. Jöris sollte kurz darauf in Erfüllung gehen.

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