Rundenturnier: Eschweiler Schachclub führt die 20. Offenen Stadtmeisterschaften durch

Rundenturnier : Eschweiler Schachclub führt die 20. Offenen Stadtmeisterschaften durch

Jeder gegen jeden – für dieses Prinzip hat sich der Eschweiler Schachclub 1921 e.V. entschieden, nachdem die Stadtmeisterschaft ursprünglich in fünf Runden nach dem Schweizer System ausgetragen werden sollte. Da aber nur acht Spieler den Meistertitel im Schach unter sich austragen, entschied man sich kurzerhand für ein Rundenturnier.

So spielt jeder Teilnehmer sieben Partien gegen seine Kontrahenten, bis Mitte Juni werden an sieben Freitagabenden also jeweils vier parallel laufende Spiele durchgeführt. „Hochkarätig besetzt sind wir mit dieser Stadtmeisterschaft“, eröffnete Gerd Hüskens, Vorsitzender des Eschweiler Schachclubs 1912 e.V. das Turnier, das unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Rudi Bertram steht, am vergangenen Freitagabend in der Alten Schule an der Hehlrather Straße.

Leistungsstarker Wettkampf

Ein hohes sportliches Niveau herrscht diesmal deshalb, da bei der Mehrheit der Teilnehmer die sogenannte DWZ, Deutsche Wertungsziffer, über 1700 liegt. Sie gibt das Leistungslevel der Spieler an. Obwohl sich zu der der 20. Auflage der Offenen Stadtmeisterschaft im Gegensatz zum vergangenen Jahr keine externen Teilnehmer angemeldet haben, ist der Wettkampf intensiv und leistungsstark.

Zwei Stunden hat jeder Spieler Zeit, um 40 Züge durchzuführen. Akribisch notiert werden dabei die Felder, auf die die Schachfiguren gesetzt werden. Werden 40 Züge erreicht, haben die Kontrahenten weitere 30 Minuten Zeit, die Partie zu beenden.

Am Ende der Meisterschaft mit ihren sieben Runden werden Preisgelder ausgeschüttet, die sich aus den Einnahmen der Startgelder zusammensetzen. Der Bestplatzierte erhält zudem den Wanderpokal.

Bis zur letzten Runde am 21. Juni, können alle schachinteressierten Bürger bei der Stadtmeisterschaft zuschauen, die parallel zum Clubabend (immer freitags ab 20 Uhr) stattfindet.

Vorbereitungen zum Jubiläum

Sportlich gelungene wie zum Teil schwierige Zeiten erlebt der Verein mit seinen rund 35 Mitgliedern derzeit: „Mit zwei Mannschaften sind wir in der Mittelrheinliga West und im Aachener Schachverband in der höchsten Klasse, der Bezirksliga, vertreten. Eine Herausforderung ist jedoch die sinkende Beteiligung in der Nischensportart. Vor zehn Jahren trugen noch bis zu 30 Teilnehmer die Meisterschaft unter sich aus.“, gesteht Marc Wagemann, der die Funktion des Turnierleiters übernimmt. Unterkriegen lässt sich der Schachverein jedoch nicht, schließlich kann man in zwei Jahren das 100-jährige Bestehen feiern. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits.

(mah)
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