Eschweiler: Ortsbegehung der Jülicher Straße mit der SPD

Umbau der Jülicher Straße : Anwohner haben die nächste Chance, den Planern Anregungen zu geben

Nach der CDU lädt jetzt die SPD die Anlieger der K33 und sämtliche interessierte Bürger zur Diskussion ein. Sorgen hat Bäckermeister Werner Rotheut. Die Stadt will alle Anregungen abwägen und der Politik Ende Mai vorstellen.

Bei einem großen Umbau wie dem bevorstehenden von der Jülicher Straße/K33 wird es im Laufe der Planungen immer wieder Anlieger und Nutzer geben, die mit diesen nicht komplett einverstanden sind. In Dürwiß ist das unter anderem Bäckermeister Werner Rotheut.

Er befürchtet einen großen Nachteil für seinen Betrieb, und das nicht nur, weil für eine gewisse Zeit die Straße direkt vor seiner Filiale aufgerissen wird. Der 76-Jährige kritisiert ebenfalls, dass seine potenziellen Kunden nach dem jetzigen Stand der Planungen künftig noch weniger Parkplätze als heute zur Verfügung hätten. Direkt vor seiner Bäckerei herrscht absolutes Halteverbot, die Plätze auf der gegenüberliegenden Seite sollen wegfallen und weiter östlich vor der Kirche eingerichtet werden. „Wir sind ohnehin nur ein kleiner Betrieb, und dann noch so etwas“, sagt Werner Rotheut, der die einzige klassische Bäckerei in dem Stadtteil führt. Rotheut geht von finanziellen Einbußen während und nach der Umgestaltung der Straße ausgeht.

Hoffnungen, dass sich die Planungen noch ändern, kann er sich aber machen. Denn die Stadt sammelt alle Anregungen, die dann nach interner Abwägung in die politische Beratung – beginnend am 23. Mai im Bau- und Planungsausschuss – einfließen sollen, sagt Stadtsprecher René Costantini. „Wir haben schon eine ganze Reihe erhalten. Und das ist auch gut so“, betont Costantini.

Es ist gut möglich, dass nach diesem Freitag noch weitere folgen werden. Denn für diesen Tag lädt die SPD die Bürgerschaft zu einem Ortstermin ein (siehe Infobox). Der Vorsitzende des Ortsverbandes, Leo Gehlen, geht von „kontroversen Ansichten“ aus, wie es üblich ist bei solchen Maßnahmen. „Die Parkplatzsituation ist eine schwierige Situation, die wir uns vor Ort mit den Bürgern und den Plänen genau anschauen werden“, sagt Gehlen, der besonders den geplanten Radweg als „sehr gute“ Maßnahme ansieht, der allerdings unter anderem dort verlaufen soll, wo Parkplätze wegfallen würden.

Zunächst kritisch war auch die Familie Hannen, die den Dürwisser Hof betreibt, dessen Einfahrt direkt gegenüber der Kirche St. Bonifatius liegt. Denn sollten die Parkplätze wie geplant anstelle der Bushaltestelle vor der Kirche entstehen, würde kein Traktor mit Anhänger mehr auf den Hof fahren können. Die Stadt habe aber signalisiert, diesen Fall simulieren zu lassen, um auf den Änderungswunsch der Landwirte reagieren zu können.

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