Eschweiler: Eschweiler Music Festival: ELO-Fans sind wetterfest

Eschweiler: Eschweiler Music Festival: ELO-Fans sind wetterfest

Kritiker und Musikexperten huldigen ihm als einem der besten Vocalisten der Welt. Und seine Stimme hat in der Tat Musikgeschichte geschrieben: Weltweit kennt nahezu jeder die Songs, die Phil Bates mit dem Electric Light Orchestra (ELO) zu Hits und Klassikern machte.

Von „Dont Bring Me Down” über „Evil Woman” und „Calling America” bis hin zu „Confusion” und „Last Train To London”. Und dass der Himmel dabei Tränen vergoss, muss aus Freude über das geschehen sein, was er auf dem Marktplatz sah und hörte: Musik vom Besten und Fans, die auch bei miesem Wetter für eine volle „Arena” sorgten.

Den ganzen Nachmittag über hatte Festivalorganisator Max Krieger das Wetterradar im Internet fest im Blick. Und einen Karton mit einigen tausend Regencapes auf dem Schreibtisch. Die gabs nachher gratis für die Scharen, die trotz des Regens den Markt bevölkerten. Einen Markt, den auch Phil Bates als Konzertort ganz klasse findet, wie er zuvor beim Sponsorenempfang im Gespräch mit unserem Redakteur Patrick Nowicki kundgetan hatte. Umgekehrt gilt das auch: Die Fans auf dem Markt fanden auch Bates ganz klasse. Und sparten auch nicht mit Applaus für Saturday Nightb Fish Fry: Die Indestädter heizten dem Feiervolk gehörig ein. Wie vor 20 Jahren.

Für Phil Bates und seine Mannen (und Frauen) war das Konzert der Auftakt zu einer Dutschland-Tournee. Während Bates direkt aus Birmingham einflog und dort am Flughafen von Max Kriegers Lebensgefährtin Bea am frühen Nachmittag abgeholt wurde, sammelte sich der fünfköpfige Rest der internationalen Band in Berlin, um von dort zum Treffpukt Eschweiler zu kommen.

Am frühen Abend, als der Marktplatz die Ruhe vor dem Sturm genoss und Aufbauarbeiten und Soundcheck der Messe in St. Peter und Paul wegen beendet sein mussten, versammelten sich Sponsoren und Ehrengäste des Festivals in Mexis Party-Eck. Ein Geburtstagsempfang der besonderen Art: 20 Jahre EMF - da gab es einiges an Anekdoten aufzuwärmen. Und sich der Stars zu erinnern, die sich mit ihren Auftritten in Eschweiler einen „Stern” auf dem Eschweiler „Walk of Fame” verdient haben. Auch der hat übrigens schon seine Besonderheit: weil dort eine Tafel einer Künstlerin gewidmet ist, die durch eine Kette widriger Umstände noch gar keinen Fuß nach Eschweiler herein gesetzt hat. Was sich in der kommenden Woche ändern soll: Bekanntlich tritt Nina Hagen am kommenden Mittwoch mit ihrem Gospelprogramm in der (längst ausverkauften) Dreieinigkeitskirche auf.

In Erinnerungen schwelgen konnten auch die Jungs von „Saturday Night Fish Fry”. Die Eschweiler Rhyth-n-Blues-Band um Frontmann Wolfgang Wynands hatte beim ersten Festival - damals noch im Musikzelt an der Preyer-straße - ihren ersten größeren Auftritt. Inzwischen ist die Band längst zu einem Juwel herangereift, an dem in der regionalen Szene kein Weg vorbei führt.

Kein Weg vorbei führt auch an den Männern von Brings, die ebenfalls Geburtstag feiern: Die Band ist so alt und so jung wie das EMF. Und das will gefeiert sein: 17 Mann stark ist die „Travel Crew” der Kölschrocker, die gleich am Samstag früh um 8 beginnen, die Bühne für die Musiker um Sänger Peter Brings herzurichten. Drei Stunden brauchen sie dafür - und während der Messe muss natürlich Ruhe sein: An Soundcheck ist zwischen 10.30 und 12 Uhr nicht zu denken. Ehe Brings es ab 17 Uhr richtig krachen lassen, gehört die Bühne den Nachwuchsbands: der Rockband der Waldschule, den Marching Mellows, Surrounding, Ben Fortune und Faraway. Und um 16 Uhr folgt Salvadir: Die schwedische Rock-Pop-Band dürfte nicht mehr lange als Geheimtipp gelten...