Eschweiler: Messen ab sofort in geändertem Rhythmus

Neue Gottesdienstordnung für Katholiken : Priestermangel macht Messen in Eschweiler immer seltener

Der Priestermangel, der in Eschweiler bereits vor Jahren dazu geführt hat, in drei GdG (Gemeinschaften der Gemeinden) statt mehr als einem Dutzend Pfarren Synergieeffekte zu nutzen, hat weitere Folgen: Die bisherige Gottesdienstordnung kann nicht mehr aufrechterhalten bleiben. Eine neue tritt an diesem Wochenende in Kraft.

Eine Gottesdienstordnung, die von je drei Vertretern der drei Räte der Eschweiler GdG gemeinsam mit den Pfarrern und weiteren hauptamtlichen Mitarbeitern erarbeitet  und abschließend von den GdG-Räten beraten worden ist. Das Ergebnis soll eine faire und dauerhaft tragbare Lösung sein. Demnach sollen künftig in Eschweiler an den Wochenenden zehn Heilige Messen gefeiert werden – vier am Samstag, sechs am Sonntag. Hinzu kommt die Stadtabendmesse, die nun von St. Peter und Paul in Stadtmitte nach St. Antonius in Röhe verlegt wird.

Nach der ersatzlosen Versetzung von Kaplan Andreas Züll und der dauerhaften Erkrankung von Pfarrer Marian Jahnke teilen sich die Pfarrer Michael Datené, Christoph Graaff, Dr. Rainer Hennes. Hannokarl Weishaupt und Guido Mönchhalfen, unterstützt von Pfarrer Norbert Krampen, die seelsorgerische Arbeit für die rund 36.000 Katholiken in Gesamt-Eschweiler.

Schon seit längerem, so betont Michael Datené, sei feststellbar gewesen, dass dies so nicht fortführbar sei. Immer wieder, nicht nur an Feiertagen, habe man sich Priester von auswärts zur Hilfe kommen lassen müssen. Eine dauerhafte Lösung des Problems sei nur sinnvoll erschienen, wenn sie nicht für die einzelnen GdG, sondern für das gesamte Stadtgebiet greife.

Die neue  Gottesdienstordnung sieht für Dürwiß sonntäglich um 11 Uhr Hl. Messen vor. In St. Jöris gibt es sonntags in ungeraden Kalenderwochen um 9.30 Uhr eine Messe, in geraden Kalenderwochen ist um die selbe Zeit eine Wortgottesfeier möglich – falls dafür ausreichend Mitarbeiter zur Verfügung stehen. In Kinzweiler beginnt die Hl. Messe in geraden Kalenderwochen samstags um 18.30 Uhr; in ungeraden Kalenderwochen ist um die selbe Zeit eine Wortgottesfeier möglich. In Hehlrath wird die Messe in ungeraden Kalenderwochen sonntags um 11 Uhr gefeiert; auch hier gilt: In geraden Kalenderwochen  ist dann hier eine Wortgottesfeier möglich. In Neu-Lohn fällt die Messe auf den Samstag gerader Wochen, 17 Uhr. In ungeraden Wochen kann eine Wortgottesfeier stattfinden. In Weisweiler wird die Hl. Messe in geraden Kalenderwochen sonntags um 11 Uhr gefeiert. In ungeraden Kalenderwochen gilt auch hier: Wortgottesfeier um die selbe Zeit möglich. In Hücheln ist die Messe auf samstags, 18.30 Uhr, in ungeraden Wochen terminiert. In geraden Kalenderwochen ist dann eine Wortgottesfeier möglich. In Röhe wird jeden Sonntag um 11 Uhr die Messe gefeiert, in Stadtmitte jeden Sonntag um 9.30 Uhr. In Röthgen findet die Messe in geraden Kalenderwochen sonntags um 11 Uhr statt; in ungeraden Kalenderwochen gilt auch hier:  Wortgottesfeier um die selbe Zeit möglich.  In Pumpe-Stich beginnt die Messe in ungeraden Kalenderwochen samstags um 17 Uhr; in geraden Kalenderwochen ist um diese Zeit eine Wortgottesfeier möglich. In Nothberg wird die Messe in geraden Kalenderwochen sonntags um 9.30 Uhr gefeiert; in ungeraden Kalenderwochen kann um die selbe Zeit eine Wortgottesfeier stattfinden. In Hastenrath steht die Hl. Messe in ungeraden Wochen sonntags um 11 Uhr an; in geraden Wochen ist um diese Zeit eine Wortgottesfeier möglich. In Bergrath schließlich wird jeden Samstag um 18.30 Uhr eine Messe gefeiert.

Last not least: Im St.-Antonius-Hospital gibt es in ungeraden Kalenderwochen samstags um 16 Uhr eine Messe im Wechsel mit einer möglichen Wortgottesfeier in geraden Wochen, und im Senioren- und Betreuungszentrum der Städteregion findet die Messe in geraden Kalenderwochen samstags um 16 Uhr statt, während dann in ungeraden Kalenderwochen eine Wortgottesfeier möglich ist.

Noch offen sind die Regelungen für hohe Feiertage. Sie werden ebenso wie die für die Werktage noch erarbeitet.

(rpm)
Mehr von Aachener Nachrichten