Eschweiler: Malteser ziehen Bilanz nach jecken Tagen

1345 Stunden bei Einsätzen : Malteser ziehen Bilanz nach jecken Tagen

An Aschermittwoch ist bekanntlich alles vorbei. Für die Rettungsdienste und Hilfsorganisationen ist damit der Moment gekommen, um ein Resümee der einsatzreichen Sessionszeit und der Karnevalswoche zu ziehen.

Für Lukas Ritgens, den Stadtbeauftragten des Malteser Hilfsdienstes Eschweiler, fällt das Fazit sehr positiv aus: „Meine Helferinnen und Helfer haben in der vergangenen Woche insgesamt 1345 Stunden bei Sanitätsdiensten und Einsätzen absolviert. Das ist beeindruckend.“

Ritgens und die ehrenamtlichen Mitarbeiter blicken auf  eine einsatzreiche fünfte Jahreszeit mit vielen Diensten in anderen Städten zurück. An Fettdonnerstag halfen die Malteser ihren Kölner Kollegen und unterstützten diese mit insgesamt 48 Helfern beim Sanitätsdienst in der Kölner Innenstadt, beim WDR-Fest und beim Betrieb einer Unfallhilfsstelle. Dabei erhielten die Eschweiler Malteser ebenfalls tatkräftige Unterstützung. Wie in den Vorjahren reisten aus Norddeutschland weitere Helfer an, um die in Freundschaft verbundene Gliederung aus Eschweiler in der Karnevalswoche mit zusätzlicher Manpower zu verstärken.

So verbrachten insgesamt neun Sanitäter aus Timmendorf und Osnabrück eine arbeitsintensive Woche im Rheinland. „Ich bin sehr dankbar für die tolle Zusammenarbeit mit den Gliederungen vom Timmendorfer Strand und Osnabrück“, erklärt Ritgens. Er weiß, dass die langen und arbeitsreichen Dienste der ehrenamtlich tätigen Sanitätskräfte während der Sessionszeit keine Selbstverständlichkeit sind. „Die Motivation und die Einsatzfreude meiner Helferschaft sind der wichtigste Faktor in dieser stressigen Periode“, findet Ritgens, der zum Dank seine Helferinnen und Helfer am vergangenen Freitag auf die Eupener Kartbahn einlud. Zumal am Wochenende weitere Dienste auf dem Programm standen.

Mehr Helfer als gefordert

Im Rahmen des Sonderbedarfs der Städteregion Aachen stellte man drei Rettungswagen im 24- Stundendienst über das gesamte Wochenende. Am Sonntag übernahmen dann 22 Helfer den Sanitätsdienst beim Zug in Gressenich-Weisweiler. Beim Rosenmontagszug in Eschweiler beteiligte sich der Hilfsdienst mit insgesamt 36 Rettungskräften und wartete mit zehn zusätzlichen Helfern auf, die eigentlich gar nicht gefordert waren.  Da zeige sich der hohe Grad an Motivation der Ehrenamtlichen, sagt Ritgens stolz.

Gleichzeitig konnte der Stadtbeauftragte des Malteser Hilfsdienstes zehn weitere Helfer zum närrischen Treiben nach Köln entsenden, um die Kölner Kollegen auch beim Rosenmontagszug zu unterstützen. Die Karnevalszeit ist traditionell für die Sanitätskräfte eine arbeitsreiche Hochphase, auf die man sich jedoch freut: „Mit dem Ende der tollen Tage geht auch für uns eine spannende und anstrengende Phase vorüber“, meint Ritgens. Die Malteser freuten sich bereits auf die nächsten Einsätze im kommenden Jahr. „Schön wäre es dann, wenn wir 2020 neben dem Rosenmontagszug auch Weiberfastnacht in Eschweiler wieder begleiten könnten und für die Jecken in Eschweiler mit unserem Sanitätsdienst präsent sein können.“

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