Eschweiler: Mallet-Ensemble im Senioren- und Betreuungszentrum

Mallet-Ensemble der Musikschule Eschweiler : Beide Seiten begeben sich auf Neuland – mit Erfolg

Erstmalig spielte am Sonntag im Senioren- und Betreuungszentrum (SBZ) an der Johanna-Neuman-Straße das Mallet-Ensemble der Musikschule Eschweiler unter Leitung von Michel Mordant.

Die Musik war sicherlich Neuland für die Senioren, die gespannt auf ihren Stühlen saßen, bis es endlich losging.

Nicht jedem ist der Begriff „Mallet“ direkt geläufig, vielleicht hat man es hier und da schon einmal gehört. Eine kleine Einführung gab es daher zu Beginn von Michel Mordant. Als Mallets werden international die melodischen Schlaginstrumente wie Glockenspiel, Xylophon, Vibraphon und die Marimba bezeichnet.

In Deutschland wurden sie früher auch oft „Stabspiele“ genannt. Der englische Begriff „Mallet“ steht für Hammer, Schlägel oder Klöppel. Wie die Anschlagmittel – Schlägel mit garnumwickelten Hämmerchen – für diese Instrumente große Ähnlichkeit mit einem Hammer haben, hat sich weltweit und auch hierzulande mittlerweile der Ausdruck „Mallets“ als Bezeichnung dafür etabliert.

Michel Mordant hat sich der Musik verschrieben, als Lehrperson an der Gesamtschule in Eschweiler hat er hier auch die „Stomb-Gruppe“ ins Leben gerufen, mit den Kids dieser Gruppe war er gemeinsam mit dem Chor der Gesamtschule bereits einige Male bei den Senioren zu Gast.

Zuletzt präsentierte er sein „Mallet-Ensemble“, das mit der großen Besetzung bereits seit 1991 existiert und schon viele Konzerte im In- und Ausland gegeben hat. Bevor das Ensemble aber zu den Schlägeln griff, präsentierte sich der Nachwuchs am Glockenspiel, verschiedenen Marimbas, Vibraphonen und Xylophonen, Timbales und Snaredrum. Dabei sind Adrian Kolewa, Tobias Frank und Felix Labedzki trotz junger Jahre – der Jüngste zählt gerade acht Jahre – schon ausgezeichnet worden. Im Wettbewerb „Jugend musiziert“ haben sie jeweils in ihrer Altersklasse den 1. Preis für ihre musikalischen Darbietungen erhalten – der beste Weg, um in die ganz große Liga aufzusteigen.

Mit Niklas Schuster und Moritz Misere begann der zweite Teil des Konzertes, mit den Solostücken „Triad Dimension“ von M. Mordant und „Yellow after the rain“ von M. Peters. Den musikalischen Abschluss bildete das Marimba Ensemble mit Oliver Lamm, Niklas Schuster, Johannes Arnouts, Stefan Hagel und Dirigent Michel Mordant.

Mit dem Largo von A.Dvorak, arrangiert von Mordant war wohl auch der letzte Zuhörer im Saal begeistert. Mit „A la Turca“ verabschiedete sich das Ensemble, das für seine Darbietungen mit viel Applaus belohnt wurde.

Mit großem Engagement wurde die Veranstaltung von Michel Mordant und dem Mallet-Ensemble durchgeführt, denn auch die Musikinstrumente mussten im Probenraum aufwendig abgebaut und im SBZ aufgebaut werden und auch wieder transportiert werden.

Karin Balduin vom SBZ bedankte sich bei allen Beteiligten für diesen besonderen Musiknachmittag, bei dem sich beide Seiten auf Neuland begeben haben: Für die Musiker war es wohl das erste Konzert in einer Senioreneinrichtung, für die Senioren war es eine völlig neue Musikinterpretation.

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