Eschweiler: Kita-Beiträge sollen ab 2020 wegfallen

Kita-Betreuung in Eschweiler : Ab 2020 sollen die Beiträge komplett wegfallen

Mit dem Stichtag 1. August 2020 sollen in Eschweiler die Kita-Beiträge gänzlich wegfallen. Dann will die SPD-Mehrheitsfraktion ihren schon länger gefassten Plan des komplett kostenlosen Besuchs im Kindergarten und für eine kostenlose Kindertagespflege umsetzen.

Ermöglichen sollen das Gelder des Landes Nordrhein-Westfalen. Denn die Regierung in Düsseldorf plant, zusätzlich zum letzten beitragsfreien Kita-Jahr ab 2020 auch die Kosten für das zweite zu übernehmen; diese Mitteilung kam im Januar. Für das ab August dieses Jahres startende Kita-Jahr wird die Stadt Eschweiler die Kosten für das zweite Betreuungsjahr schon übernehmen, das steht seit Dezember 2018 fest.

Der weitergehende Plan lautet daher: Wenn das Land die Kosten für das dritte und das zweite Jahr übernimmt, soll die Stadt das dadurch entstehende finanzielle Plus nicht einsparen, sondern in eine Beitragsfreiheit des ersten Jahres investieren. „Wir waren jahrelang im Haushaltssicherungskonzept, jetzt sind wir es nicht mehr, und daher sind wir froh, Schwerpunkte setzen zu können“, betont die SPD-Fraktionsvorsitzende Nadine Leonhardt. „Die Ausbildung beginnend in der Kita soll nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen, deswegen wollen wir in dem Bereich kein Geld einsparen.“ Diesen Plan kann der städtische Kämmerer, Stefan Kaever, vom Grundsatz her schon absegnen: „Die Verwaltung hat diesen Ansatz finanztechnisch schon durchgerechnet.“

In der Städteregion ist die Stadt Eschweiler bislang die einzige Kommune, die Eltern von den Beiträgen für das zweite Kita-Jahr befreit. 2019 entstehen der Stadt dafür Kosten in Höhe von 300.000 Euro, ab dem kommenden Jahr 700.000 Euro. Würde auch das dritte Beitragsjahr wegfallen, wäre die Stadt den übrigen Kommunen wieder einen Schritt voraus. Der Kreis Düren dagegen hatte schon vergangenes Jahr eine komplette Beitragsfreiheit durchgesetzt (nur eine Minderheit von Besserverdienern zahlt einen Beitrag für ein Jahr), die Stadt Düren zog nach.

Wann der SPD-Plan in den Ausschüssen diskutiert wird, steht noch nicht fest, denn die Landesregierung muss ihre Pläne noch fixieren.

(cro)
Mehr von Aachener Nachrichten