Eschweiler-Weisweiler: Eschweiler Jumping Festival lockt Reiter aus der ganzen Welt an

Eschweiler-Weisweiler : Eschweiler Jumping Festival lockt Reiter aus der ganzen Welt an

Auf der Reitanlage der Familie Stormanns am Weisweiler Stadion hat vorige Woche mit dem Late-Entry-Turnier am Dienstag und dann dem Jugend- und Zwei-Sterne-Turnier am Wochenende das Eschweiler Jumping Festival begonnen. Das erste Turnierwochenende stand dabei vor allem im Zeichen der jungen Reiter. Bei bestem Wetter zog die Veranstaltung viele Besucher an.

„Der Regen kam gerade recht“, freute sich Andrea McCartney am Sonntagnachmittag tatsächlich über das kurze Gewitter. Die Tochter der Hofbesitzer Helena und Tim Stormanns zeichnet verantwortlich für die Organisation des internationalen Springreitturniers. Der Regen trat ein, als eine Prüfung bereits beendet war und der Reitplatz für die nächste Prüfung vorbereitet wurde. „Wir hatten ohnehin ein Wasserfass zum Sprengen vorbereitet, das war dann nicht mehr nötig“, so McCartney. Aber nicht nur die kleine Wetterkapriole, auch die vielen Nennungen gaben der Organisatorin des Eschweiler Jumping Festivals Grund zur Freude: Mit rund 330 Pferden und ungefähr 120 Reitern am ersten Wochenende zog die Veranstaltung wieder viele Teilnehmer aus dem In- und Ausland an.

Aus den Niederlanden, Großbritannien, der Schweiz, Finnland und Griechenland, aber auch aus ferneren Ländern wie Südafrika, Kanada, Japan und den Bermudas kamen die Reiter. Von Donnerstag bis Sonntag konnten sie sich in über 20 verschiedenen Prüfungen messen. Neben Springprüfungen für Pferde bestimmter Altersklassen, fanden von Freitag bis Sonntag auch Prüfungen ausschließlich für Junioren bis 18 Jahre statt. „Unsere Children-Prüfung, also für Kinder von 12 bis 14 Jahren konnten wir leider nicht in der Form abhalten, weil wir zu wenig Nennungen hatten. Aber die bereits angemeldeten Teilnehmer durften in anderen Prüfungen mitreiten“, erklärte Andrea McCartney.

Gelegenheit für Nachwuchsreiter

Das Eschweiler Jumping Festival sei eine gute Gelegenheit für deutsche Nachwuchsreiter, um von Trainern des Pferdesportverbands Rheinland gesichtet zu werden oder sich bereits auf die deutschen Meisterschaften vorzubereiten, so McCartney. Das S-Klasse-Springen „Final Juniors“ gewann der Belgier Simon Morssinkhof auf „Bubsylon“. Mit Constanze Nachtsheim auf Rang 4 konnte sich auch eine Reiterin aus der Region platzieren. Sie trat auf „Warrego Jericho“ für den RV Würselen 1925 an.

Neben den jungen Reitern präsentierten sich auch bereits erfahrenere Springreiter, die im Rahmen des Zwei-Sterne-Turniers auch Weltranglistenpunkte sammeln konnten. Bei der Final-Diamond-Tour, einem internationalen Klasse-S-Springen mit Stechen, galt es am Sonntagnachmittag Hindernisse mit einer Höhe von 1,45 Metern zu bewältigen. Keine leichte Aufgabe, zumal die Pferd-Reiter-Paare für den 505 Meter langen Parcours nur 76 Sekunden Zeit hatten. Bei einer Überschreitung gab es Zeitfehler. Am Ende konnte sich bei diesem Grand Prix Luciana Diniz mit „Camargo 2“ durchsetzen. Die gebürtige Brasilianerin ging für Portugal an den Start und trat sogar schon drei Mal bei den Olympischen Spielen an, zuletzt 2016 in Rio de Janeiro.

Am Donnerstag geht es weiter

Gespannt verfolgten an den einzelnen Turniertagen viele Zuschauer, sowohl Springsportbegeisterte als auch Anwohner und vorbeikommende Spaziergänger, die Prüfungen. Auch einige Anbieter von Reitsportzubehör haben ihre Stände auf dem Reithofgelände aufgebaut, zudem können Teilnehmer und Besucher ausgestellte, hochmoderne Pferdehänger und Pferdetransporter bewundern.

Am Donnerstag geht es bereits weiter auf der Reitanlage von Familie Stormanns. Dann stehen im Rahmen eines Drei-Sterne-Turniers mehr als 25 weitere Springprüfungen an. „Wir erwarten kommendes Wochenende noch einmal einige Teilnehmer mehr, rund 130 bis 140 Reiter mit circa 360 Pferden. Viele Reiter bleiben über beide Wochenenden hier. Überhaupt sehen wir oft viele Teilnehmer jedes Jahr wieder, was uns sehr freut. Mal kommen neue hinzu, mal können einige Stammteilnehmer mal ein Jahr nicht kommen. Aber grundsätzlich erhalten wir immer eine tolle Resonanz“, fasst Andrea McCartney zusammen. Bleibt nur zu hoffen, dass das Wetter in den kommenden Tagen ähnlich gut mitspielt, wie beim Auftakt des diesjährigen Eschweiler Jumping Festivals.

(zsa)
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