Eschweiler: Eschweiler ist aktiv für Europa und Vorbild im Land

Eschweiler: Eschweiler ist aktiv für Europa und Vorbild im Land

Wir sind Europa! Und das seit Freitag sogar offiziell. Für ihr besonderes europäisches Engagement erhielt die Indestadt die Auszeichnung als „Europaaktive Kommune in NRW“. Diese verlieh Ministerpräsidentin Hannelore Kraft erstmals in Düsseldorf.

Bürgermeister Rudi Bertram, sein Stellvertreter Manfred Groß, Hartmut Fröhlich als Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Eschweiler sowie Peter Troporowski, Abteilung für Integrationsangelegenheiten, und Sozialwissenschaftler Dr. Wolfgang Jouhsen machten sich am Morgen auf den Weg nach Düsseldorf, um an der Auszeichnungsveranstaltung teilzunehmen.

Aus Krankheitsgründen musste Dr. Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, absagen. Sie wurde jedoch von Marc Jan Eumann, Staatssekretär bei der Ministerin und Vorsitzender der Jury, vertreten. Zu Beginn der Veranstaltung im Museum Kunstpalast richtete er zunächst einige Begrüßungsworte an die geladenen Gäste. Auch Dr. Stephan Koppelberg, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Bonn, gratulierte den Anwesenden herzlich.

In ihren Reden machten beide deutlich, warum gerade die Kommunen für Europa so wichtig sind: „Die kommunale Ebene ist besonders bedeutungsvoll, da sie den Bürgern am nächsten ist“, sagte Koppelberg. Eumann lobte zudem die große Vielseitigkeit der Bewerber und hob, als eines von vielen Beispielen für ein gelebtes Europa, die Städtepartnerschaften hervor: „Sie sind das beste Beispiel dafür, dass Menschen Grenzen und Sprachbarrieren überwinden.“

Auch in der Indestadt pflegt man die Beziehungen zu den Partmerstädten Wattrelos (Frankreich) und Reigate & Banstead (Großbritannien) schon seit Jahren. Dies wurde zuletzt am vergangenen Wochenende deutlich, als sich insgesamt über 200 Indestädter auf den Weg nach Wattrelos machten, um dort Karneval zu feiern.

Ein weiteres Beispiel für eine gut funktionierende Städtepartnerschaft stellte Aart Jan de Geus, Vorsitzender der Bertelsmann Stiftung, den Anwesenden vor: „Ich als Holländer freue mich besonders über die Freundschaft zwischen den Niederlanden und Deutschland“, sagte er und ergänzte: „Diese erkennt man am heutigen Tag vor allem an den Blumengestecken auf der Bühne.“ De Geus machte deutlich, dass Kommunen nicht nur Stätten der Begegnung seien, sondern durch sie auch Europapolitik auf lokaler Ebene umgesetzt werde.

Nach einem musikalischen Beitrag des Saxophonquartetts des Landesmusikorchesters wurde es für die vielen Gäste spannend. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft betrat die Bühne und zeichnete insgesamt 25 Städte und Kreise des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) für ihr kommunales Europa-Engagement aus. „Ein wichtiges Kriterium für den Erhalt der Auszeichnung ist vor allem die Einbeziehung der Bürger gewesen“, erklärte Kraft. Besonders freute sich Ministerpräsidentin darüber, dass die Bewerber aus allen Teilen von NRW stammen und nicht nur in den Grenzgebieten angesiedelt seien. „Glück auf Europa!“, sagte sie begeistert und fügte hinzu: „Ich bin hoch erfreut darüber, dass wir in NRW so viele engagierte Kommunen haben.“

Welchen Wert diese Auszeichnung für die Indestadt hat, erklärte Peter Troporowski nach der Veranstaltung: „Der Titel Europaaktive Kommune hilft uns dabei, die Kommunikation mit unserem europäischen Partnern in Zukunft noch weiter auszubauen.“ Eine andere Kommune der Städteregion durfte sich an diesem Tag gleich zwei Mal freuen. Herzogenrath ist künftig nicht nur „Europaaktive Kommune“, sondern erhielt zudem den Sonderpreis in der Kategorie „europäische Netzwerkarbeit“. Bürgermeister Christoph von den Driesch freute sich über die beiden Auszeichnungen besonders: „Diese Auszeichnungen demonstrieren, dass unser grenzüberschreitendes Engagement auch wahrgenommen wird.“

Neben Eschweiler und Herzogenrath wurden auch Stadt und Städteregion Aachen ausgezeichnet und dürfen sich so zukünftig „Europaaktiven Kommune in NRW“ nennen.

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