Eschweiler: Helfer säubern Naturschutzgebiet am Blausteinsee

Naturschutzgebiet am Blausteinsee : Helfer finden weniger Müll, aber immer noch viel zu viel

Das Naturschutzgebiet am Blausteinsee, das am nördlichen, östlichen und südlichen Ufer in Richtung Fronhoven verläuft, darf eigentlich nicht betreten werden, doch leider finden sich immer wieder Spuren von Menschen, die diese Regel ignorieren.

Daher trafen sich dort am Samstagmorgen rund 30 Naturschützer zur jährlichen Müllsammelaktion. Das Technische Hilfswerk (THW) hat die Sammler mit ihrem Boot in zwei Etappen von der Seebühne aus an das gegenüberliegende Ufer gebracht. „Es ist wichtig, dass das THW mit dem Arbeitsboot hilft, sonst könnten wir die großen Teile nicht bergen“, erklärte Udo Thorwesten vom Umweltamt der Städteregion.

So konnte sich die Ausbeute der Naturschützer nach rund dreieinhalb Stunden sehen lassen: Dutzende Eimer und Plastiktüten voll mit Unrat brachten sie zur Sammelstelle in der Nähe der Seebühne. Darunter viele Glas- sowie Plastikflaschen, Dosen, leere Bierkästen, benutzte Windeln, kaputte Schlauchboote, Styroporplatten, Verpackungsmüll, verschiedene Bälle, Kanthölzer und einen Gaskocher. Dazu kamen noch zwei große leere blaue Fässer, die zu dem nahegelegenen Steg gehören und offensichtlich durch Unbekannt gelöst wurden, sowie einige Bojen, die sich selbstständig gemacht hatten.

Diese großen im Wasser treibenden Plastikteile sind besonders für Vögel gefährlich, die direkt am Ufer nisten, denn ihre Nester werden bei starkem Wind häufig Opfer des Treibgutes, betont Thorwesten. Der Zeitpunkt für die Sammelaktion orientiert sich daher an den Federtieren, denn mit dem einsetzenden Frühling beginnt bald ihre Nistzeit. Doch nicht nur großes Treibgut stellt eine Gefahr für die Tiere in dem Schutzgebiet dar. In diesem Jahr fanden die Naturschützer besonders viele kaputte Luftballons inklusive Plastikschnüren, in denen sich die dort heimischen Tiere schnell verfangen und daran ersticken können. Dazu kommt die große Brandgefahr durch Scherben, die bei starkem Sonnenschein durch den Lupeneffekt trockene Gräser entzünden können. Zwar war es in diesem Jahr etwas weniger Müll als in den Vorjahren – doch es war immer noch zu viel, waren sich die freiwilligen Helfer einig.

Der gesammelte Unrat wurde nach der Aktion in einen Container verfrachtet, wo er nun bis zur Entsorgung verbleibt.

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