SV Falke Bergrath steht vor Spitzenspiel: Eschweiler Fußballverein reist zum Tabellenzweiten SG Stolberg

SV Falke Bergrath steht vor Spitzenspiel : Eschweiler Fußballverein reist zum Tabellenzweiten SG Stolberg

Das war knapp: Bis zur 88. Minute schien es, als müsse sich der SV Falke Bergrath beim Gastspiel bei Alemannia Mariadorf II mit einem 1:1-Unentschieden zufrieden geben. Doch ein Eigentor der Land-Alemannen zum 1:2 ließ die Falken doch noch jubeln.

So reist Bergrath als Spitzenreiter der Kreisliga C, Gruppe 3, am kommenden Sonntag, 14. April, (Anstoß 13 Uhr) mit einem Drei-Punkte-Vorsprung im Gepäck zum Duell beim Tabellenzweiten SG Stolberg II.

Der Verfolger trieb die Dramatik am vergangenen Sonntag noch ein wenig mehr auf die Spitze als die Falken, lag beim Drittletzten SC Sparta Bardenberg II bis zur 86. Minute sogar mit 1:2 hinten, um die Partie in den letzten fünf Minuten mit zwei Toren noch zu drehen und am Ende als 3:2-Sieger vom Platz zu gehen. So blieb also letztlich alles beim Alten, obwohl in der Schlussphase beider Partien aus Sicht der Indestädter zwischen dem Ausbau des Vorsprungs auf sechs Zähler und dem Zusammenschmelzen des Vorteils auf einen Zähler alles möglich war.

Allerdings ist die Tabellenführung der Falken momentan auch etwas trügerisch, denn die SG Stolberg II hat zwei Spiele weniger ausgetragen als Bergrath. Und zu allem Überfluss lauert mit dem BSC Schevenhütte eine Mannschaft auf Platz drei, die zwar acht Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter aufweist, aber noch vier Nachholspiele in der Hinterhand hält und genau wie die Falken im bisherigen Saisonverlauf erst einmal verloren hat.

Diese Niederlage mussten die Falken im Hinspiel gegen die SG Stolberg II auf heimischen Kunstrasen im Willi-Bertram-Stadion hinnehmen. Timo Zielinski, mit inzwischen 26 Saisontoren der gefährlichste Angreifer der SG, traf im Oktober für die Kupferstädter in der 10. und 80. Minute. Der Anschlusstreffer der Falken, die bis dahin noch keinen Verlustpunkt aufwiesen, durch Spielführer Marc Limpens in der dritten Minute der Nachspielzeit fiel zu spät. Falke-Torjäger Yanik Wiese, der ebenfalls 26 Treffer auf dem Konto hat, ging vor einem halben Jahr leer aus.

Am Sonntag ist nun „Revanche“ angesagt. Schließlich lautet die bereits vor der Saison klar ausgesprochene Zielsetzung der Falken, die in der zurückliegenden Saison erst in der Relegation den Aufstieg in die Kreisliga B verpassten, „Meisterschaft“. Doch in den direkten Duellen gegen die beiden einzigen echten Rivalen um Platz eins blieb Bergrath in der ersten Saisonhälfte ohne Sieg. Im Heimspiel gegen den BSC Schevenhütte lag die Mannschaft von Trainer Daniel Hoven bis zur 70. Minute mit 3:0 vorne, kassierte im letzten Spielviertel jedoch drei Gegentreffer und verließ nach dem 3:3 „gefühlt“ als Verlierer den Platz. In der Rückrunde haben die Falken nun die Gelegenheit, es auswärts besser zu machen.

Die Partie in Schevenhütte steigt übrigens am 19. Mai. Zunächst liegt das volle Augenmerk aber auf dem Duell Zweiter gegen Erster, indem die mit Abstand torgefährlichsten Offensivreihen aufeinandertreffen. Bergrath erzielte in 20 Spielen 89 Tore, die Kupferstädter trafen in 18 Partien 83 Mal ins Schwarze. Die Annahme, dass die Zuschauer am Sonntagmittag eine Partie auf Augenhöhe sehen werden, in der Kleinigkeiten über Sieg, Remis oder Niederlage entscheiden, liegt nahe.

Enger Dreikampf an der Spitze

Werfen die Falken in Stolberg all ihre Qualitäten in die Waagschale, ist mit Sicherheit ein dreifacher Punktgewinn möglich, der den Druck auf die Verfolger, ihre Nachholspiele unbedingt zu gewinnen, deutlich erhöhen würde. Denn der Dreikampf an der Spitze verläuft derart eng, dass Ausrutscher quasi verboten sind. In dieser Hinsicht schmerzt das 2:2-Remis der Falken beim Lokalrivalen SCB Laurenzberg vor drei Wochen nach wie vor, zumal die SCB’ler eine Woche später bei der SG Stolberg II mit 0:8 unter die Räder gerieten.

Bei für die Falken noch acht ausstehenden Spielen bis zum Saisonende ist die Marschroute klar: Nur Siege zählen, es soll am Pfingstmontag (10. Juni) nach dem Heimspiel gegen den FC Breinigerberg die Aufstiegsfeier steigen. Die Lotterie namens Relegation wollen sich die Falken diesmal unbedingt ersparen.

(ran)
Mehr von Aachener Nachrichten