Eschweiler: Circus Amany verzaubert mit seiner Familienbande

Circus Amany : Der Zauber einer ganzen Familienbande

Sie sind wieder da! Abermals in der Indestadt gastierend feierte der Circus Amany unter Familienhand nach der Winterpause in Eschweiler auf dem Drieschplatz seine Premiere.

Quasi mit Kind und Kegel, und auch tierischen Begleitern, boten die Schausteller zum Auftakt ein 90-minütiges Programm, kunterbunt und mitreißend vor allem für die Kleinsten.

Selbsterklärend schon in der siebten Generation als Wanderzirkus lebend, präsentierte sich die Familie um Direktor Ludwig Neigert am Donnerstagnachmittag bei Wind und Wetter, aber unter dem Schutz des Zirkuszeltes. Den Auftakt machten Mini und Maxi, zwei unzertrennliche Freunde. Durch sie wurde direkt deutlich: Circus Amany ist nicht tierfrei. Das Pferd und das Pony, beinahe identisch gefleckt, waren die ersten beiden von rund ein Dutzend Tieren, die die Show bereicherten. Dabei wurden weder exotische Wildtiere, noch sonderbare Kunststücke wie Handstand und das Springen durch den Flammenring gezeigt.

So drehten zuerst Mini und Maxi, im weiteren Verlauf vier Ponys mit reizenden Getränkenamen, ein Hund und zwei Lamas ihre Runden durch die Manege, sprangen in die Höhe oder zeigten auf der Wippe ihren Gleichgewichtssinn.

Mehrstöckiger Balance-Akt

Die Tiere sorgten vor allem bei den Kleinsten für große Augen, die Pause wurde zur Freude der Kinder mit Pony-Reiten überbrückt. Doch neben den animalischen Freunden standen die Artisten des Familienzirkus im Mittelpunkt. Manege frei für Fräulein Kimberley, die ihre Gelenkigkeit unter Beweis stellte. Weitere akrobatische Nummern wechselten sich mit den tierischen Nummern ab. Ob mehrstöckiger Balance-Akt auf der Rolle, Luftartistik oder Seiltanz, der Atem blieb mehrfach bei den Besuchern stehen.

Brenzlig wurde es allerdings, als die Artisten in den Wilden Westen entführten. Die Messer wurden geworfen, es wurde gebangt um die schöne Virginia, doch sie wurde kein einziges Mal getroffen. Und ebenso die noch gefährlicher anmutenden Todesstern-Waffen führten nicht zu bedenklichen Verletzungen, als sich ein „Freiwilliger“ aus dem Publikum stellte, sich die Mutprobe aber nur als Farce entpuppte.

Nachwuchstalent: Der elfjährige Artist Miguel beweist dem Publikum seine Jonglier-Künste. Foto: Manuel Hauck

Was bei einem Zirkus nicht fehlen darf, übernahm eine der Jüngsten der Familie. Olga mimte den Clown auf rebellische Art und ließ sich nicht unterkriegen, reichlich Klamauk zu veranstalten. Und auch sonst stand der Nachwuchs des Clans ebenfalls im Mittelpunkt. Der Elfjährige Miguel bewies seine Jonglier-Künste, und die Rasselbande steigerte sich beim Hula-Hoop von Reifen zu Reifen.

Ehe sich die Vorstellung mit einem Debüt dem Ende entgegen neigte, dankte Direktor Ludwig Neigert seinem Publikum für die Zustimmung, denn auch Applaus ist des Künstlers Brot. Vor dem traditionellen Klatschmarsch zeigten zwei Geschwister der Familie die zweite luftige Nummer der Vorstellung. Am Seil hingen sie in Positionen, die die Kraft und Elastizität des eigenen Körpers unter Beweis stellten.

Mehr als jede Reklametafel ist die persönliche Weiterempfehlung Garant dafür, dass die Reihen im Zirkuszelt gefüllt sind, sagte Neigert abschließend. Bis einschließlich Sonntag, den 24. März gastiert der Circus Amany nun auf dem Drieschplatz und will mit Akrobatik, Tier und Mensch, und seiner herzlichen Familienbande unterhalten.

(mah)
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