Eschweiler: CDU beschäftigt sich mit Umbau K33/Jülicher Straße

Umbau Jülicher Straße : Die CDU nimmt Anregungen der Bürger in einen Antrag auf

Der große Umbau der Jülicher Straße/K33 wird den Ortskern verändern, und weil davon viele Anwohner betroffen sind, will der CDU-Ortsverband den Bürgern so viel Mitspracherecht ermöglichen, wie es machbar ist.

Während einer ersten Bürgerversammlung Mitte März hatte die Verwaltung ihre Pläne vorgestellt und versprochen, die Anregungen der Dürwisser in den weiteren Prozess einzuarbeiten, so weit dies möglich sei. Die CDU-Fraktion und allen voran der Ortsverband um Hans-Josef Berndt haben sich im Nachgang intensiv mit den Plänen der Stadt beschäftigt. Herausgekommen ist ein Antrag an den Bürgermeister mit sechs Verbesserungsvorschlägen. „Die Anregungen der Bürger sind sehr sinnvoll, und wir wollen nun versuchen, den bestmöglichen Kompromiss zu erarbeiten“, sagt der Ur-Dürwisser Berndt, der viele Punkte des Vorhabens „rein aus planerischer Sicht“ und „Kostengründen“ nachvollziehen könne, die jedoch den Alltag der Bürger teilweise außer Acht ließen. „Wir haben auch mit Fachleuten gesprochen. Die Straße soll zukunftssicher neu gestaltet werden.“

Die CDU spricht sich für eine Verlegung des Fußgängerüberweges an der Jülicher Straße aus. Die bisherige Planung sieht den Überweg auf Höhe der Hausnummer 172 vor. Für die CDU sei dies eine Verschlechterung der Situation, weil sich der Schulweg der Grundschüler verlängern würde. Es sei zu befürchten, dass insbesondere Kinder aus Richtung Goethestraße kommend die Straße abseits des Überwegs nutzen würden – ein „erhöhtes Unfallrisiko“ also. Deswegen solle der Überweg näher zur Goethestraße angelegt werden. Auch sei eine Fußgängerampel sinnvoller als ein Zebrastreifen, betont die CDU.

Die CDU votiert auch für eine Verlegung des Fußgängerüberwegs am Drimbornshof. Die aktuelle Planung sei „nicht sinnvoll“, der Überweg sei an der bisherigen Stelle oder auf Höhe der Hausnummern 257/259 besser (aus der Stadt kommend kurz vor der Einfahrt Wilhelm-Proemper-Straße) als laut Plan näher am Drimbornshof.

Die Grünanlage rund um den Komplex, dem heute unter anderem Praxen nutzen, soll ebenfalls umgestaltet werden. Das ist jedoch noch nicht Teil der kommenden Maßnahme und soll separat erfolgen. Nach Ansicht der CDU solle die Stadtverwaltung dafür einen Wettbewerb ausschreiben. Damit „könnte eine Kooperation mit der RWTH Aachen für Studierende der Landschaftsarchitektur die Möglichkeit bieten, Vorschläge für diese Fläche vorzulegen“, heißt es im Antrag.

Ein wichtiges Anliegen der CDU nach Anregungen der Bürger ist ein eigenständiger Radweg zwischen Lohner Straße und dem Kreisverkehr am Friedhof. Den gibt es in den Planungen nicht. Denn dort ist ein Fahrradschutzstreifen auf der Fahrbahn vorgesehen. Die CDU sieht jedoch „ausreichend Platz“ für eine fahrradfreundlichere Gestaltung.

In Höhe des Blumengeschäftes an der Fronhover Straße plant die Stadt, Parkplätze zu reduzieren. Da laut CDU jedoch nicht ausreichend Ersatz für die häufig genutzten Plätze gegeben sei, soll an dieser Stelle alles beim Alten bleiben.

Wie es bei Straßenarbeiten immer der Fall ist, werden auch in Dürwiß für die Zeit der Modernisierung Umleitungen nötig. Am Anfang der Maßnahme soll der Verkehr über die Hans-Böckler-Straße, die Eichenstraße und die Lindenstraße fließen. Darin sieht die CDU jedoch Probleme. Sie befürchtet, dass die drei Straßen nicht ausreichend seien und „dadurch große Verkehrsprobleme“ entstünden. Deswegen schlagen die Christdemokraten vor, auch östlich der Jülicher Straße Umleitungen einzurichten, jeweils mit Einbahnstraßenregelung.

Ausschuss am 23. Mai

Eine Stellungnahme der Verwaltung fordert die CDU für den Bauausschuss am 23. Mai. Vorab kann die Stadt keine Auskünfte zu dem Antrag geben, teilte Stadtsprecher René Costantini mit. In der Sitzung werden auch die Entwässerungskosten angesprochen und inwiefern es möglich sei, mit der Sanierung auch Glasfaserleitungen beziehungsweise Leerrohre zu verlegen. Darauf sei die CDU von Gewerbetreibenden angesprochen worden. „Wir können dem Bürger nicht verkaufen, dass wir die Straße irgendwann wieder für solche Kabel aufreißen müssen“, betont Hans-Josef Berndt. „Wir müssen mit der Straßensanierung langfristiger planen.“

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