Eschweiler: Brand in Mehrfamilienhaus an der Gartenstraße

Brand in Mehrfamilienhaus : 80-Jährige und eine Schwangere entkommen Flammen

Die Brandursache ist noch nicht geklärt, die Kripo ermittelt. Das Mehrfamilienhaus an der Gartenstraße ist daher bis auf Weiteres versiegelt.

Diese grauenvolle Nacht werden die Bewohner eines Mehrfamilienhauses an der Gartenstraße wohl so schnell nicht vergessen. Gegen 1.40 Uhr in der Nacht zum Mittwoch hatten die Rauchmelder in der Wohnung in der ersten Etage Alarm geschlagen und die Mieter, ein Mann und seine schwangere Tochter, unsanft aus dem Schlaf gerissen.

Aus noch ungeklärten Gründen hatte es –  vermutlich im Wohnzimmer – angefangen zu brennen. Als die Retter eintrafen, schlugen die Flammen bereits dunkelrot aus den Fenstern.

Eine Seniorin aus dem zweiten Stock stand hilflos auf ihrem Balkon und machte sich mit dünner und ängstlicher Stimme bemerkbar. „Die Frau war kaum zu sehen, so dicht war der Rauch“, berichtet Christian Haake von der Feuerwehr Eschweiler.

Auch in der Küche wüteten die Flammen. Die Wohnung in dem Mehrfamilienhaus ist komplett ausgebrannt. Foto: Christian Haake/Feuerwehr Eschweiler

„Da wir der 80-jährigen Frau nicht zumuten wollten, über die Leiter hinaus zu klettern oder aufs Sprungpolster zu springen, haben wir ihr  eine Fluchthaube aufgesetzt und sie sofort durchs Treppenhaus heraus geholt.“ Die anderen Bewohner waren bereits ins Freie geflüchtet. Der Mann und die junge Frau aus der brennenden Wohnung und die Seniorin wurden mit Rauchvergiftungen direkt in Krankenhäuser gebracht.

Circa 60 Feuerwehrleute von der Hauptwache und den Löschzügen Stadtmitte, Dürwiß und Weisweiler bekämpften die Flammen. Erst kurz nach 5 Uhr war das Feuer gelöscht. Wie es zu dem Brand kam, ist noch unklar. Die Kriminalpolizei hat das Haus versiegelt und die Ermittlungen aufgenommen.

Dieses Mehrfamilienhaus ist zurzeit nicht mehr bewohnbar. Ein Feuer wütete in der Nacht zum Mittwoch in dem Gebäude an der Gartenstraße. Drei Menschen mussten mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Foto: Irmgard Röhseler
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