Eschweiler: Bodenrichtwerte verzeichnen moderate Steigerungen

Gutachterausschuss legt Bodenrichtwerte vor : Die Baulandpreise in Eschweiler steigen weiter an

Die Indestadt wächst. Als einizige Stadt in der Region verzeichnet Eschweiler dauerhaft steigende Einwohnerzahlen. Was bedeutet, dass auch die Nachfrage nach Bauland ungebrochen ist. Die Folge: steigende Preise. Die aber, so stellte der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Städteregion Aachen unter Vorsitz von Dipl.-Ing. Irene Littek-Braun nach dem Rekordumsatz im Jahr 2017 jetzt fest, fallen eher moderat aus.

Drei bis sechs Prozent machen die Erhöhungen hier aus – im Rest der Städteregion außerhalb Aachens sind dies dagegen bis zu 15 Prozent.

Ein Bodenrichtwert ist der Durchschnittspreis, für den ein Quadratmeter Boden in einem eng umgrenzten Bereich den Besitzer wechselt. Dabei weist die Städteregion Aachen nach wie vor ein großes Gefälle bei den Werten für Wohnbaugrundstücke auf. In Monschau und Simmerath (30 bis 115 Euro je Quadratmeter) liegen die Werte deutlich unter dem Durchschnitt der anderen Kommunen, wo (Stadt Aachen ausgeklammert) 85 bis 330 Euro je Quadratmeter zu zahlen sind. Spitzenpreise in den ehemaligen Kreiskommunen erzielen wie schon in den Vorjahren Baugrundstücke in Würselen und in Stolberg-Breinig.

Wer in guter Wohnlage bauen wollte, musste hier rund 330 Euro je Quadratmeter bezahlen, in mittlerer Lage in Würselen immerhin noch 260 Euro. Für vergleichbare Wohnlagen waren in  Eschweiler 210 bzw. 175 Euro fällig, in Stolberg 270 bzw.180 Euro, in Herzogenrath 280 bzw. 200 Euro, in Alsdorf 195 bzw.150 Euro, in Roetgen 180 bzw. 170 Euro, in Baesweiler 180 bzw.160 Euro, in Monschau 90 bzw. 65 Euro und Simmerath  110 bzw. 75 Euro. In Monschau-Widdau oder Simmerath-Erkensruhr müssen allerdings nur rund 30 bis 36 € pro Quadratmeter gezahlt werden.

Foto: grafik

Wer in Eschweiler günstiges Bauland sucht, der sieht sich am besten in Hücheln um: 125 Euro kostet dort der Quadratmeter. Nur wenig tiefer muss man im nahen Weisweiler in die Tasche greifen: 130 Euro schlagen dort zu Buche. Wer dörfliche Idylle bevorzugt, der ist in St. Jöris gut und preiswert aufgehoben: für 135 Euro je Quadratmeter. Im Stadtteil Ost kostet der Quadratmeter 140 Euro. Wen es dagegen nach Röhe zieht, der muss mit 145 Euro rechnen, ebenso viel wie in Nothberg. Zehn Euro mehr, sprich: 155 Euro werden in Hehlrath fällig, 165 in Bergrath.

Mit 175 Euro je Quadratmeter ist dabei, wer in der Waldsiedlung oder am Ringofen Bauland erwirbt. In Kinzweiler beträgt der aktuelle Richtwert nun 180 Euro. Deutlich teurer wird es in der Siedlung östlich des Jägerspfads: Dort steht der Preis derzeit bei 200 Euro. Ebenso teuer ist es in Röthgen.

Noch teurer wird es in der nördlichen Innenstadt im Bereich Englerthsgärten/Eichendorffstraße: Hier müssen Bauwillige 210 Euro je Quadratmeter auf den Tisch legen. Spitzenreiter ist das Gebiet Dreiers Gärten/Gartenstraße in der nördlichen Innenstadt: Hier wurden zuletzt 225 Euro fällig.

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