Eschweiler: Eschweiler Amin Afify setzt sich bei „Voice of Germany“ durch

Eschweiler : Eschweiler Amin Afify setzt sich bei „Voice of Germany“ durch

Die Traumreise geht weiter für den aus Eschweiler stammenden Sänger und Songwriter Amin Afify. In der zweiten Runde der TV-Casting-Show „The Voice of Germany“, im sogenannten „Battle“, setzte sich Amin am Donnerstagabend gegen seinen musikalischen Gegner Jan Hasanov durch.

Als beide in den Ring stiegen, um Charlie Puths derzeitigen Hit „Attention“ zu präsentieren, war noch lange nicht klar, wer die besseren Karten besitzt. Schon in der Coaching-Phase vor dem eigentlichen „Ringkampf“ der TV-Ausstrahlung bemerkte Mark Forster, wie ähnlich die beiden Jungs an den ausgewählten Song herangingen. Amin und Jan verstanden sich zudem offenbar prächtig.

Jan Hasanov hatte nach Meinung einiger Juroren das bessere Timing, während Amin nach Ansicht von Mark Forster mit technischen Finessen wie einem schöneren Vibrato in der Stimme und einem Hauch mehr Persönlichkeit auftrumpfen konnte. Jan, das merkte man an am tiefen Einatmen an einer Stelle vor einem einsetzenden Refrain, war wohl auch eine Spur nervöser als sein Gegenüber.

Der Umgang mit der inneren Aufregung, das hatte Amin uns bereits früher in einem Interview erzählt, ist auch ein wesentlicher Bestandteil einer guten Show. Aber gab es tatsächlich einen messbaren Unterschied zwischen den Beiden?

Yvonne Catterfelds Sympathien flogen recht schnell Amin Afify zu, während Smudo und Michi Beck von den Fantastischen 4 noch immer Jan Hasanovs Rhythmusgefühl priesen. Die beiden Wettbewerber lagen mit ihrer Darbietung sehr nah beieinander und die Entscheidung fiel Mark Forster offensichtlich nicht leicht.

Fairerweise sollte man erwähnen, das sich in einer solchen Situation die gesamte Gnadenlosigkeit eines „Star“-Systems zeigt. Am Ende gibt es nur einen strahlenden Gewinner, aber einen Riesenhaufen von Nicht-Gewinnern, die in der Versenkung verschwinden. Immerhin ist Singen eine Kunst, also Ausdruck einer individuellen musischen Fähigkeit. Darin so etwas wie einen Wettbewerbsgedanken miteinzubauen, ist in sich bereits ein Widerspruch.

Ohne Konkurrenz-Idee hingegen ließe sich kaum eine unterhaltsame und vermarktungsfähige TV-Sendung gestalten, die ja vom Mitfiebern der Zuschauer, vom Weiterkommen der Kandidaten und schließlich dem Traum vom ganz großen Titel lebt.

Dass es Amin geschafft hat, freut uns natürlich umso mehr und wir drücken dem sympathischen jungen Mann mit den indestädtischen Wurzeln weiterhin die Daumen. Marketing hin, Konkurrenz her: Amin Afify ist ungeachtet des Ergebnisses ein ausgezeichneter Sänger, Interpret und Songwriter. Er hätte den Titel wirklich verdient und vielleicht klappt es ja tatsächlich mit dem Traum, „The Voice of Germany“ zu werden.

(psi)
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