Erstes Pfingstzeltlager der evangelischen Kirchengemeinde

„Kapier-ich-Geist“ : Eine gelungene Premiere

Geschichten hören, zusammen spielen und essen, am Lagerfeuer sitzen: Das erste Pfingstzeltlager der evangelischen Kirchengemeinde bot den teilnehmenden Kindern am Wochenende alle typischen Elemente eines Zeltlagers. Unter dem Motto „Kapier-ich-Geist“ beschäftigte es sich außerdem mit dem Heiligen Geist.

Fünf der sieben Zelte standen bereits, als Kerstin Lube, Pfarrerin im Probejahr und Organisatorin des Zeltlagers, am Samstagnachmittag Kinder und Erwachsene im Burghof der evangelischen Auferstehungskirche in Weisweiler begrüßte. Zum Auftakt des ersten Pfingstzeltlagers trafen sich die elf Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren sowie zehn Betreuer – Jugendliche wie Erwachsene – in der Kirche. Dort begingen sie einen Kerzenritus, beteten gemeinsam den Psalm 36, sangen Lieder und spielten und erlebten ein Rollenspiel zum Motto „Kapier-ich-Geist“.

Sie hörten auch eine Geschichte von Petrus und Kornelius aus der Apostelgeschichte. Es ging um die Fragen: Was ist der Heilige Geist? Was tut er für uns? Und was genau ist an Pfingsten passiert? Im Anschluss daran folgte eine erste Kreativphase: Die Kinder konnten im Burghof Laternen mit der Prickbild-Methode basteln, Holzherzen mit Tafelfarbe gestalten und ihre eigene Öllampe zusammenstellen. Außerdem durften sie Fußball spielen und im Jugendheim den Kicker- und Billiardtisch nutzen. Aufgrund des unsteten Wetters mit mehreren Regenschauern wechselte die Zeltlager-Gruppe daher regelmäßig zwischen draußen und drinnen.

Zum Abendessen wurde gegrillt und zudem Stockbrot und Marshmellows über offenem Lagerfeuer zubereitet. Danach unternahmen die Teilnehmer des Zeltlagers noch eine echte Nachtwanderung mit Taschenlampen rund um die Weisweiler Burg und das nahe gelegene Haus Palant. Nach einer weiteren Kreativphase folgte der geistliche Abschluss mit einer Gute-Nacht-Aktion in der Kirche, bei der sich Pfarrerin Kerstin Lube und die Kinder nochmals über den Heiligen Geist austauschten, zusammen beteten und gemeinsam ein Segenslied sangen. Dann ging es in die Zelte.

Am Sonntagmorgen frühstückten die 21 Zeltlager-Teilnehmer zusammen. Anschließend trudelten immer mehr Gäste ein, denn die Kirchengemeinde hatte zum Open-Air-Gottesdienst am Sonntagmorgen eingeladen, der dieses Mal direkt neben den Zelten stattfand. „Der Gottesdienst unter offenem Himmel ist hier in der Pfarre schon Tradition. Bei der Gestaltung des Jahresprogramms für 2019 kam mir vergangenes Jahr die Idee, am Tag vor dem Open-Air-Gottesdienst ein Zeltlager für Kinder zu veranstalten“, erklärte Kerstin Lube. Sie befindet sich im zweiten Jahr ihres Probedienstes als Pfarrerin und zeichnet für den Aufbau der Familienarbeit für die evangelische Kirchengemeinde Weisweiler-Dürwiß verantwortlich.

Alle zwei Monate gibt es daher spezielle Angebote für Kinder und Familien in Weisweiler sowie Dürwiß. So feierte die Gemeinde in der Kreuzkirche Dürwiß im vergangenen Oktober zum dritten Mal „Halloween mit Luther“. Und wer weiß: Vielleicht gibt es nächstes Jahr erneut ein Zeltlager. „Ich hoffe, das Zeltlager bleibt kein Einmalfeuer, sondern wird vielleicht auch einmal zu einer Tradition in der Gemeinde“, sagte Kerstin Lube. Die Besucher des Pilot-Zeltlagers waren jedenfalls begeistert.

(zsa)
Mehr von Aachener Nachrichten