Erster Gemeinschaftsgarten in Eschweiler geplant

Zwischen Kaiser- und Martin-Luther-Straße : Viele Ideen für Gemeinschaftsgarten am Stadtkern

Dass Menschen gemeinsam öffentliche Grünflächen gestalten, ist vor allem in Großstädten sehr beliebt, wo die Bürger meist in Hochhäusern leben und nicht über einen eigenen Garten verfügen. In Eschweiler ist dies seltener der Fall. Dennoch will die Stadtverwaltung die Indestädter dazu bewegen, selbst Ideen zu entwickeln.

„Meine grüne Insel“ lautete der Titel des Treffs auf dem Spielplatz an der Bergrather Straße. Das Areal bietet, versteckt zwischen den Häuserzeilen, viele Möglichkeiten.

Einige Anwohner nutzten am Freitagnachmittag die Gelegenheit, mit den Vertretern der Stadtverwaltung ins Gespräch zu kommen. Es war übrigens ein lockerer Rahmen, den die Verwaltungsmitarbeiter gesteckt haben. An großen Plakatwänden konnte jeder seiner Fantasie freien Lauf lassen, was mit der Fläche passieren soll. In einem waren sich alle Teilnehmer einig: Dort kann vieles umgesetzt werden. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, keine Vorgaben zu machen“, sagte Eberhard Büttgen von der Stadtverwaltung.

Kooperationspartner

Beteiligt an der Initiative sind die Vereine BINE (Arbeitsgemeinschaft Bildung für Nachhaltige Entwicklung) und Generation Gemeinsam. Was Nachhaltigkeit bedeutet, war auch am Getränke- und Speiseangebot zu sehen: Petra Röllicke vom Verein BINE hatte selbst gepressten Apfelsaft und obendrein einen Korb Äpfel mitgebracht. Zur Unterhaltung der Gäste spielte der Liedermacher Günter Bardischewski.

Welche Vorschläge letztlich umgesetzt werden, ist offen. „Wir setzen uns zusammen und überlegen, was sich realisieren lässt und was nicht“, sagt Hedwig Assenmacher vom Gründflächenamt. Der  „Markt der Ideen“ am Freitag war der Auftakt eines langen Prozesses, an dessen Ende vielleicht ein Gemeinschaftsgarten zwischen Arndt-, Bergrather, Martin-Luther- und Kaiserstraße steht. Dass Gemeinschaft durchaus Freude machen kann, zeigte sich zum Abschluss am Lagerfeuer.

(pan)
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