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Eschweiler: Entlassschüler der Realschule Patternhof feiern in der Festhalle Weisweiler

Eschweiler : Entlassschüler der Realschule Patternhof feiern in der Festhalle Weisweiler

Es war ihr Tag, ihr großer Tag. Der hat seit Jahren für die Absolventen der Realschule Patternhof einen festen Ort — will sagen: Er findet in der Festhalle Weisweiler statt. Dorthin führte der Weg die Entlassschüler auch in diesem Jahr wieder, und das ebenso traditionsgemäß nach einem Gottesdienst in der Kirche St. Peter und Paul am Markt mitten im Herzen der Indestadt.

Erster Höhepunkt: das obligatorische, weil unweigerlich letzte Gruppenfoto auf den Stufen der Festhalle. Da sahen auch flüchtige Beobachter, wie wichtig den jungen Leuten eine solche Feier ist: Frauen trugen überwiegend Abendkleider, Männer Zweireiher und andere Kleidungsstücke der gutbürgerlichen Art. Dutzende von Eltern, Omas und Opas halten das großes Posieren akribisch mit der Kamera oder dem Smartphone fest.

Auch den eigentlichen Akt im Inneren bestimmt ein ausgeprägtes FormBewusstsein. Den Einzug in die Halle (zu den Klängen von Mark Forsters Hit „Wir sind groß“), wie der Rest vom Fest durch Konrektorin Elke Cornetz detailgenau organisiert, findet in Paaren statt Reden gibt es auch, zum Beispiel die von Elke Cornetz‘ Kollegen Günther Busch. Der macht nun mal, wie es seine Art ist, in Humor. Die Realschule wird prompt zum „Schulungszentrum Patternhof“ erklärt und die Klassenleiter sind, ganz Fußball-WM-kompatibel, „Eure Chefcoaches“.

Schulleiterin Michaela Silbernagel schlug in ihrer Rede gesetztere Töne an und grifft dabei mitunter zur Dichterharfe. „Wie Adler“ seien die Entlassschüler, befand die Pädagogin, und somit berufen, „sich mehr Freiraum in verschiedenen Lebensbereichen zu verschaffen“. Ein weiteres Thema der Rektorin: der Umgang mit digitalen Medien. „Lasst Euer Leben nicht von Influencern bestimmen“, rief sie ihren Zuhörern zu, „Widersetzt Euch der Versuchung, Idealbildern nachzulaufen und eure Persönlichkeit, eure Stärken , euren Charakter, eure Werte an anderen auszurichten. Und ihr Schlussaappell: „Freiheit verpflichtet!“

Umgeben wurden die Reden von fesselnden Musikbeiträgen eigener Kräfte. „Uptown Funk“, „This Girl“, „Geiles Leben“ und „Blues for Gilbert“ standen auf der Playlist der Schulband.