Einweihung der neuen Räume in der Gesamtschule

Waldschule : 1,25 Millionen Euro für die neuen Räume

Die Sanierungsarbeiten an den naturwissenschaftlichen Räumen der Städtischen Gesamtschule Waldschule sind beendet. Etwa drei Jahre hat der Umbau gedauert, der mehrere Bauabschnitte umfasste, um den ungestörten Ablauf des nebenbei weiterhin stattfindenden Unterrichts nicht zu gefährden.

So waren zuerst die beiden Chemieräume an der Reihe, auf die dann danach gleichzeitig die Physik- und Biologieräume folgten. Besonders laute Arbeiten wurden in den Ferien durchgeführt. Am vergangenen Dienstag war es nun soweit: Die Waldschule hatte zur Besichtigung der sanierten Räume eingeladen. Eröffnet wurde die Feier von Schülern der Gesamtschule, die Sam Cookes Hit „Wonderful World“ („Don’t know much about history..“) zum Besten gaben, bevor Schulleiterin Petra Schönewald die vielen Gäste im Pädagogischen Zentrum der Waldschule begrüßte.

In ihrer Rede unterstrich Schönwald die Wichtigkeit des Raumes an sich für den Unterricht nach Loris Malaguzzi, dem Begründer der Reggio-Pädagogik, der sagte: „Die anderen Kinder sind der erste Pädagoge, der Lehrer der zweite und der Raum ist der dritte Pädagoge.“

So sei ein gut gestalteter Lehrraum auch eine Einladung zum Lernen. Weiterhin dankte Schönwald Bürgermeister Rudi Bertram und der Stadt Eschweiler für die gute Zusammenarbeit während der Bauphase. Dann ging Bertram selbst an das Rednerpult und zeigte sich äußerst erfreut über die Fertigstellung des Baus, kritisierte jedoch zugleich fehlende Gelder in der Bildung: „Man hört immer Bildung, Bildung, Bildung, aber bei der Haushaltsplanberatung scheint das dann immer vergessen. […] Bund und Land sollten sich weiter anstrengen! Wir können das Geld hier gut gebrauchen“.

Nach einer musikalischen Einlage von Biologielehrer Heinz Brode trat dann Professor Dr. Liebermann von den „Physikanten“ auf die Bühne und zeigte in humoristischer Manier interessante und teils spektakuläre Experimente, bevor es dann zur gemeinsamen Besichtigung der sanierten Räume ging. Rund 1,25 Millionen Euro hat der Umbau der insgesamt sechs Räume gekostet.

Darunter jeweils zwei Chemie-, Biologie- und Physikräume mit jeweils dazugehörigen Vorbereitungsräumen. Zu den Hauptneuerungen zählt vor allem das neue Deckensystem, welches den Schülern für ihre Experimentierarbeit an ihren jeweiligen Arbeitsplätzen nun Gas und Strom liefert. Dazu wurden Smartboards und Beamer installiert.

Auch die Zeit der teils umständlichen Tageslichtprojektoren ist in den naturwissenschaftlichen Räumen der Waldschule nun vorbei. Jetzt verfügen die Lehrer über kleine Kameras an ihren Pulten, mit deren Hilfe nun ohne großen Aufwand beispielsweise Seiten aus Büchern direkt auf die Leinwand geworfen werden können.

Auch an die Sicherheit wurde gedacht: So verfügen die Räume über mobile einsetzbare Gasabzüge und Augenduschen. Gleichzeitig wurden auch die Flure an denen die naturwissenschaftlichen Lehrräume liegen erneuert.

(tim)
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