Donnerberger Gesprächskreis: Eine Brücke bilden zwischen damals und heute

Donnerberger Gesprächskreis : Eine Brücke bilden zwischen damals und heute

„Kommt jetzt die EU Armee? Europas Zukunftsstrategie angesichts geopolitischer Unsicherheiten“ ist der nächste Donnerberger Gesprächskreis im Rahmen des Eschweiler Europaforums.

Er findet am Donnerstag, 17. Oktober, um 17.30 Uhr im Offiziersheim der Donnerberg-Kaserne an der Birkengangstraße 140 statt. Veranstalter sind der Donnerberger Gesprächskreis und der Europaverein GPB.

Auch wenn die Welt, in der wir leben, sich in dieser Zeit grundlegend verändert haben mag, bleibt unser Bekenntnis zum Frieden unerschütterlich. Unser tägliches Leben bietet uns heute nie da gewesene Möglichkeiten, aber wir sind auch mit neuen Bedrohungen und Herausforderungen konfrontiert. Frieden und Sicherheit bei uns können nicht länger als selbstverständlich vorausgesetzt werden, denn wir leben in einer Welt, in der globale und regionale Mächte wieder aufrüsten, Terroristen Städte in Europa und rund um den Globus ins Visier nehmen und es immer mehr Cyberangriffe gibt.

Vor diesem Hintergrund haben die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten die Pflicht und Verantwortung, die Bürger zu schützen und für die europäischen Interessen und Werte einzutreten. Die Sicherheit ist zu einem der wichtigsten Anliegen der Europäer geworden. Sie erwarten von ihrer Union, dass sie sie schützt. Zu Recht wollen sie sich in Europa sicher und geschützt fühlen können.

Die Staats- und Regierungschefs sind sich bewusst, dass kein einzelner EU-Mitgliedstaat die derzeitigen Sicherheitsbedrohungen komplett alleine bewältigen kann. Frankreichs Präsident Macron setzte 2017 Impulse für ein gemeinsames europäisches Militärprojekt, während die deutsche Bundeskanzlerin Merkel in einer Ansprache vor dem Europäischen Parlament im November 2018 erklärte: „Wir sollten [ ...] an der Vision arbeiten, eines Tages auch eine echte europäische Armee zu schaffen.“

Die Idee zu einer Europa-Armee ist fast schon eine unendliche Geschichte. Schon vor fast 70 Jahren wurde eine Europa-Armee heiß diskutiert, fast sogar umgesetzt. Damals wie heute war es vor allem Frankreich, das die Idee vorantrieb. Im Zentrum des Impulsvortrages von Stefan Alexander Entel stehen daher unter anderem das Scheitern der Europäischen Armee in den 50er Jahren. Es geht auch darum, welche Fragen und welchen Einflussfaktoren sich die Europäische Union stellen muss, um angesichts der globalen Problemfelder die Entwicklung einer Europäischen Armee erfolgreich zu installieren zu können.

Mit der Erörterung seines Impulsvortrag will Stefan Alexander Entel eine Brücke zwischen den Anfängen Europas im Jahre 1950 (hier Europa Armee) und der Europäischen Union von heute bilden.

Als Rechtsanwalt und Mitbegründer eines europäischen Anwaltsnetzwerkes hat er sich über zwanzig Jahre mit europarechtlichen Fragen befasst. Heute versteht er sich als „Anwalt der Idee Europa“. Hieraus begründet sich sein Ende 2016 bei Media for Europe s.a. erschienenes Buch „9. Mai 1950 – Die Geburtsstunde Europas“. Dieses Buch bildet den Auftakt einer Edition unter dem Titel „Europa neu erzählt“, die er gemeinsam mit anderen Autoren unter dem Dach von Media for Europe plant.

Mit Media for Europe hat Stefan Alexander Entel ein unabhängiges europäisches Medienprojekt initiiert, das es sich zur Aufgabe macht, einen Beitrag zum besseren Verständnis dessen zu leisten, was es heißt, Europäer(in) zu sein, und damit zur Verfestigung des europäischen Lebens- und Gesellschaftsmodells beizutragen. Mit der Media for Europe verbindet er zugleich die Förderung der Idee einer europäischen Bürgergesellschaft.

Gemeinsam mit Stefan Alexander Entel und mit der Unterstützung der Kulturstiftung der Sparkasse Aachen soll die Europastunde an den Schulen der Städteregion Aachen verwirklicht werden. Das Projekt startete im Zuge der 2019er Kampagne „#Gesicht zeigen für Europa“ und wird noch bis Dezember 2021 gefördert.

Anmeldung und Infos gibt es beim Europaverein GPB, Franzstraße 24, Eschweiler, unter der Telefonnummer 02403/36106 oder per E-Mail: info@gpb-europaverein.de.

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