Eschweiler: Eine „App“ fürs Handy, die auch die eigene Bewerbung übernimmt

Eschweiler: Eine „App“ fürs Handy, die auch die eigene Bewerbung übernimmt

Wie finden Schüler ihren Traumberuf? Welche Hilfe brauchen sie bei der Berufsorientierung, und wie können Unternehmen junge Menschen auf ihr Ausbildungsangebot aufmerksam machen? Eine Woche lang setzten sich 16 Schüler der Realschule Patternhof mit diesen Fragen auseinander.

Im Rahmen des Innovationsspiels „Jugend denkt Zukunft“ waren die Jugendlichen zu Gast im Ausbildungszentrum von RWE Power in Weisweiler. Am Freitag präsentierten sie im Ratssaal des Eschweiler Rathauses ihre Ergebnisse und beeindruckten damit nicht nur Bürgermeister Rudi Bertram, sondern auch Dr. Lars Kulik, Leiter der Braunkohleplanung und -ausrichtung der RWE Power AG.

„Jugend denkt Zukunft“ ist eine Initiative der deutschen Wirtschaft. Bereits seit einigen Jahren steht das Unternehmen RWE Power Pate für dieses Projekt. Für diese Bereitschaft bedankte sich auch Bertram, der die Anwesenden im Ratssaal begrüßte. Er war auf die Ergebnisse der Schüler genauso gespannt wie Kulik, der meinte: „Wir schauen hier in die Zukunft, in die Welt von Morgen, die ihr mit euren Ideen gestaltet.“

Bevor die Schüler an der Reihe waren, stellte Dr. Anna Kreuzer, Moderatorin für die Ifok GmbH, das Innovationsspiel „Jugend denkt Zukunft“ vor. Die Schüler mussten in der vergangenen Woche nicht nur Ideen entwickeln, sondern auch verschiedene Kompetenzen, zu denen neben der Teamarbeit auch die Präsentation zählte, intensivieren.

Die Schüler hatten drei verschiedene Projekte erarbeitet, die sie an diesem Vormittag voller Stolz präsentierten. Die erste Idee war eine „App“ für Mobilfunkgeräte. Diese sollte selbsterklärend sein und neben einer Beschreibung der verschiedenen Ausbildungsplätze, die es im Unternehmen gibt, auch die Möglichkeit bieten, sich online zu bewerben. Um ihre „App“ zu bewerben, hatten die Schüler noch einen kurzen Werbefilm gedreht.

Die zweite Gruppe entwickelte den „azubiDay“ und den „proveDay“. Beim „azubiDay“ sollen Auszubildende in die Schule kommen, um den Schülern Fragen zum Unternehmen sowie zur Ausbildung zu beantworten. Damit die Azubis nicht gehemmt sind, soll der Arbeitgeber bei diesen Gesprächen nicht dabei sein. Beim „proveDay“ sollen Bewerber, die in der Theorie nicht glänzen, eine zweite Chance erhalten. Wenn ein Bewerber den Einstellungstest nicht besteht, soll er am „proveDay“ die Chance haben seine praktischen Fähigkeiten zu zeigen. Die dritte Gruppe stellte abschließend einen Werbespot zur Berufsorientierung vor.

Das Publikum belohnte die Schüler, die ihre Ergebnisse souverän präsentiert hatten, mit viel Applaus. Auch Schulleiterin Michaela Silbernagel fand lobende Worte für ihre Schützlinge. „Das ist eure beachtlichte und großartige Arbeit, die ihr innerhalb einer Woche absolviert habt“, sagte Silbernagel. Bei einem Imbiss tauschten sich die Anwesenden über die Ideen aus und schauten sich die Stellwände, auf denen die verschiedenen Projekte noch einmal ausführlich und im Detail erklärt waren, ganz genau an. Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung von der Trommel-AG der Schule.

(se)