Eschweiler: Einbahnregelung in der Marienstraße? Nein danke!

Eschweiler : Einbahnregelung in der Marienstraße? Nein danke!

Tägliches Chaos auf der Marienstraße: Immer wieder werden hier Pkw in zweiter Reihe geparkt, blockieren den Verkehr, verursachen Staus und Hupkonzerte und zerren an den Nerven sämtlicher Verkehrsteilnehmer. Störende Rangierereien beim Ein- und Ausfahren aus den „teils sehr engen und unübersichtlichen Parkplätzen“ tun ein übriges dazu.

Eschweilers Grüne hatten jetzt den Vorschlag gemacht, diese Situation durch die Einführung einer Einbahnregelung zwischen Moltkestraße und Rosenallee zu entschärfen.

Außer für Linienbusse und Fahrräder, so der Vorschlag, sollte das Teilstück der Marienstraße nur noch aus östlicher Richtung, also aus Richtung Martin-Luther-Straße, befahrbar sein. Dies könne „eine deutliche Entlastung bringen sowie die Aufenthaltsqualität und die Sicherheit in diesem zentralen Innenstadtbereich spürbar erhöhen“.

Autofahrer, die aus Westrichtung, sprich: aus Richtung Marienstraße, kommen, könnten über die Franzstraße bzw. die Rosenallee geleitet und „dabei zum Parken im Parkhaus an der Kaiserstraße angeregt“ werden.

Weil der Antrag der Grünen weitreichende Konsequenzen für die gesamte innerstädtische Verkehrsführung hätte“, so betont die Verwaltung, holte sie neben der Meinung des eigenen Ordnungsamtes auch Stellungnahmen von Citymanagement, Polizei und Aseag ein. Ergebnis: ein klares Nein zum Ansinnen der Grünen. Alle Beteiligten lehnen eine Einbahnregelung ab, berichtete Beigeordneter Hermann Gödde jetzt dem Planungs-, Umwelt- und Bauausschuss.

Bis auf die Aseag: Ihr sei die Einbahnregelung egal, solange Busse in beide Richtungen fahren dürften. Allerdings dürfte die Stadt keine zusätzlichen Bodenschwellen oder ähnliches einbauen. Die aber wären nötig, weil nach Überzeugung von Ordnungsamt und Polizei das Tempo der Fahrzeuge bei einer Einbahnregelung deutlich steigen würde. Und schon jetzt halten sich die wenigsten Autofahrer an die hier bindend vorgegebene Schrittgeschwindigkeit.

Auch der Citymanagementverein kann der Idee wenig Gutes abgewinnen: Eine Einbahnregelung würde nur zu einem noch stärkeren Park-Such-Verkehr führen.

(rpm)
Mehr von Aachener Nachrichten