Eischwiele: Ein Rekord an der längsten Theke Eschweilers

Eischwiele: Ein Rekord an der längsten Theke Eschweilers

Norbert Weiland hat in seinem Karnevalsleben ja schon so einiges mitgemacht. Fettdonnerstag blickte der Präsident des Eschweiler Karnevalskomitees um Viertel vor 12 am Mittag auf und sagte: „Das ist Rekord!“

300 Liter Bier waren da schon über die Theke gegangen. Eben in Rekordzeit. Das muss wohl an der grandiosen Stimmung gelegen haben, die im Rathaus herrschte, als der Straßenkarneval offiziell eröffnet wurde.

Zum Wohle: Komitee-Präsident Norbert Weiland gestern Morgen im Rathaus. Foto: G. Zapft

Um Punkt 11.11 Uhr schritt Zerm Frank die Treppe herunter und tat das, was er in diesen Tagen immer tut: Er heizte die Narren an und bereitete den Weg für seine Tollität. Das Rathausfoyer war voll besetzt, dicht gedrängt standen die Jecken vor der längsten Theke der Indestadt und jubelten dem Prinzen und seinem Gefolge zu. Einen Wunsch äußerte Zerm Frank übrigens noch. „Liebe Sonne, bleib‘ einfach noch bis Dienstag“, sagte er.

Mit vereinten Kräften: Zerm Frank hilft, als Manfred Wienands (links) und Norbert Weiland das Fass anschlagen. Foto: A. Jeschlaare

Erst einmal richtete jedoch Bürgermeister Rudi Bertram ein paar Begrüßungsworte an die vielen Besucher und wünschte dem Prinzengespann noch ein paar stimmungsvolle Tage. Man kann sicher sein, dass er die haben wird.

Mani der Esel ist immer mittendrin. Die Pagen haben ihre helle Freude an dem pelzigen Begleiter. Foto: B. Hütet

Mit „Schtols op Eischwiele“ legte das Duo gleich los. Hunderte Jecke sangen aus voller Kehle mit. Das Lied kennt inzwischen so ziemlich jeder Jeck der Indestadt. Und wer es nicht kennt, lässt sich in diesen Tagen einfach schnell anstecken. Natürlich stand noch ein ganz wichtiger Punkt an: Bürgermeister Rudi Bertram schlug mit Prinz und Zerm das erste Fass an. Die längste Theke der Indestadt war damit eröffnet.

In der Zwischenzeit sorgte Peter-Heinz Arnolds für die nötige Stimmungsmusik. Da ließ sich das närrische Volk nicht lange bitten, sang und schunkelte, was das Zeug hielt.

Was fehlt noch? Klar, der zweite Ohrwurm der Session. Dass Prinz Christian III. und Zerm Frank nicht immer auf einem Fleck stehen, um mit den kleinen und großen Jecken zu feiern, ist hinlänglich bekannt. So wechselten sie kurzerhand von der Rathaustreppe hinüber auf die Theke. „Gebt mir ein I, gebt mir ein A.“ Prinz Christian III. forderte sein Publikum auf und es nahm dankend an. Und als dann Mani der Esel erklang, gab es im Saal kein Halten mehr.

Prinz und Zerm reichten hin und wieder selbst Bier an die feiernde Menge, die ansonsten bestens von den Mitgliedern des Karnevalskomitees sowie Mitarbeitern des Rathauses versorgt wurden.

Nach diesem äußerst stimmungsvollen Auftakt in den Straßenkarneval zog der Prinzentross weiter und auch das Rathaus leerte sich langsam. Die Narren machten sich auf zum Jecke-Tön-Projekt, in die Kneipen und zum Marktplatz. Der Wunsch des Zeremonienmeisters blieb leider nicht ganz erfüllt, aber einige stimmungsvolle Tage werden die Narren in Eschweiler bis Rosenmontag ganz sicher noch haben.

Mehr von Aachener Nachrichten