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Verstärkung für das St.-Antonius-Hospital: Ein neuer Facharzt für Innere Medizin

Verstärkung für das St.-Antonius-Hospital : Ein neuer Facharzt für Innere Medizin

Das St.-Antonius-Hospital hat Verstärkung bekommen: Dr. med. Arnd Christoph ist seit Juni Sektionsleiter Elektrophysiologie. Sein Schwerpunkt liegt unter anderem in der Kardiologie.

Dr. med. Arnd Christoph (49) verstärkt seit Juni die Innere Medizin des St.-Antonius-Hospitales (SAH) als Sektionsleiter Elektrophysiologie. Er ist unter anderem Facharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Kardiologie, Diabetologe und spezialisierter Elektrophysiologe der Europäischen Herz-Rhythmus-Gesellschaft.

Sein Know-how liegt im Einsatz dreidimensionaler elektrischer Landkarten des Herzens für eine schnellere, präzisere und schonendere Behandlung von Patienten mit Herz-Rhythmus-Störungen.

Unter Herzrhythmusstörungen, also einem unregelmäßigen, zu schnellen oder zu langsamen Herzschlag leiden in Deutschland vor allem ältere Menschen und Personen, die bereits eine andere Herzerkrankung haben. Dann müssen sie auch meist behandelt werden.

Darüber hinaus gibt es auch belastende Herzrhythmusstörungen, die eher bei jüngeren, ansonsten gesunden Menschen auftreten. Leider geben Rhythmusstörungen des Herzens in aller Regel kein einheitliches Bild ab. Sie können plötzlich einsetzen und nach wenigen Sekunden oder Minuten wieder verschwinden.

Manchmal wiederholen sich Beschwerden regelmäßig und bestimmte Störungen können auch dauerhaft bestehen. Im Volksmund werden diese Phänomene gerne auch mit „Herzstolpern“ und „Herzrasen“ bezeichnet. „Wenn das Herz vorgeschädigt ist“, sagt Dr. Christoph, „können Herzrhythmusstörungen auf jeden Fall lebensbedrohlich sein.“

In den meisten Fällen können Herzrhythmusstörungen gut behandelt und in vielen Fällen sogar geheilt werden. Neben Medikamenten stellt die sogenannte „Katheterablation“, also die gezielte Vernarbung von Herzmuskelgewebe, heutzutage eine Therapie der ersten Wahl dar.

Ein Hightech-Herzkatheterlabor

Für die Durchführung elektrophysiologischer Untersuchungen und Katheterablationen verfügt das Hospital über ein speziell ausgestattetes Hightech-Herzkatheterlabor und ein hochauflösendes elektroanatomisches Navigationssystem. Damit können Ablationsbehandlungen millimetergenau und strahlungsarm durchgeführt werden.

Was eigentlich bei einer elektrophysiologischen Untersuchung geschieht, erklärt Dr. med. Arnd Christoph: „Durch die zusätzliche elektrophysiologische Untersuchung kann der genaue Ursprungsort einer Herzrhythmusstörung innerhalb des Herzens geklärt werden. Hierzu werden nach Betäubung mehrere feine Elektrodenkatheter über die Leistenvenen in das Herz vorgebracht, um anhand der elektrischen Signale die Erregungsabläufe einer Rhythmusstörung zu analysieren.“

Bei der Katheterablation werde durch Hitze (Hochfrequenzstrom) oder Kälte (Cryoablation) eine gezielte Verödung des Herzgewebes vorgenommen, von dem die Herzrhythmusstörung ausgeht. Die für die jeweilige Herzrhythmusstörung ursächlichen Herzmuskelzellen werden dauerhaft verödet, so dass eine weitere medikamentöse antiarrhythmische Therapie in der Regel nicht erforderlich ist. Für Patienten eröffnet der Einsatz des sogenannten „3D-Mapping-Verfahrens“ besonders exakte und strahlungsarme Therapiechancen.