Eschweiler: Ehrung für Jubilare und Ruheständler der Verwaltung

Eschweiler : Ehrung für Jubilare und Ruheständler der Verwaltung

Über 800 Mitarbeiter zählt die Stadt Eschweiler, davon alleine rund 280 im Rathaus. Und doch geht es in der Verwaltung der Indestadt anders zu, als in vielen anderen Städten, stellte Bürgermeister Rudi Bertram fest.

„Wir sind ein großes Team, da müssen alle Rädchen funktionieren“, lautet die Prämisse des ersten Bürgers der Stadt, der die Dienstjubilare und ausgeschiedenen Mitarbeiter bei einem gemütlichen Beisammensein im Bergrather ESG Bistro ehrte.

17 Mitarbeiter feierten ihr 25-jähriges Dienstjubiläum, vier weitere sind sogar bereits seit 40 Jahren für die Stadt Eschweiler aktiv. Zudem schieden im Jahr 2017 13 Mitarbeiter aus (siehe Info-Box).

Einfluss auf den Bürgermeister

Mit Maria Johnen und Michaela Krohnen standen zwei besondere Jubilare auf der diesjährigen Einladungsliste, denn kaum jemand hat so einen großen Einfluss auf die Arbeit des Bürgermeisters. Die beiden Sekretärinnen haben „tagtäglich mit mir zu tun und müssen meine Launen aushalten“, erzählte der Bürgermeister, der ergänzte: „Meistens verbringe ich fast mehr Zeit mit ihnen als mit meiner Familie.“ Er selbst ist seit 42 Jahren in der Verwaltung tätig, über die Jahre entstanden enge Vertrauensverhältnisse. Seine Sekretärinnen müssen „das Gefühl haben, wo sie Freiräume schaffen können, aber immer dem Bürger vermitteln, dass er ernst genommen wird“.

Jeder Angestellte spiele eine wichtige Rolle für die Stadt, betonte Bertram nachdrücklich. „Es sind Leute, die die Stadt prägen“ — und umso schöner sei es, dass man sich an solchen Abenden treffe und Kontakte herstellt. Dafür sei es nicht wichtig, ob man im Ordnungsamt — wo Bertrams Karriere seinen Anfang nahm — in den Schulen, als Lotse oder in der Verwaltung tätig sei.

Deshalb habe er sich auch immer dafür eingesetzt, dass nicht zu viel privatisiert wird und die Bindung der Mitarbeiter zu ihrer Stadt stets erhalten blieb.

Das mache sich auch dadurch bemerkbar, dass die meisten Mitarbeiter der Stadt Eschweiler lange dabei bleiben und deutlich seltener Stellen nachbesetzt werden müssten, als in anderen Kommunen.

Diese Wertschätzung verdeutlichte er gegenüber den Geehrten mit einer kurzen persönlichen Ansprache für jeden Anwesenden, meist in Form einer humorigen Anekdote.

Und auch die Personalratsvorsitzende Sandra Hunscheidt-Fink konnte dem Vorredner im Grundsatz nur beipflichten: „Wenn man in ein gutes Team kommt, wo man sich wohlfühlt, dann bleibt man auch!“

(cheb)
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